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Human Genome Sciences halten 01.07.2002
sunday-market
Die Analysten von "sunday-market" empfehlen derzeit die Aktien von Human Genome Sciences (WKN 889323) zu halten.
Eigentlich habe das Geschäftsmodell der sogenannten Genomics-Unternehmen, zu denen auch Human Genome Sciences (HGS) zähle, hauptsächlich den Verkauf von Geninformationen und Gendatenbanken vorgesehen. HGS habe seit der Gründung in 1992 mittlerweile rund 200 Genpatente erhalten und für weitere 7.500 Erbinformationen den Erfinderschutz beantragt. Die Firma sei zusammen mit Celera maßgeblich an der Entschlüsselung des menschlichen Erbguts beteiligt gewesen. Doch die Exklusivität genetischer Daten sei inzwischen weitgehend verloren gegangen. Datenbankkunden hätten sich anderweitig orientiert. Der Umsatz von HGS sinke daher kontinuierlich seit einigen Jahren.
Neben Kooperationsabkommen für gemeinsame Forschung mit namhaften Pharmafirmen habe sich HGS daher seit Sommer letzten Jahres verstärkt auf die Entwicklung eigener Biopharma-Produkte konzentriert. Dazu würden therapeutische Proteine, monoklonale Antikörper und Albumin-Fusions-Therapeutika gehören. Das therapeutische Protein Repifermin solle u.a. gegen Geschwüre eingesetzt werden. Für das in Phase II befindliche Projekt habe man GlaxoSmithKline als Partner gewinnen können. Sieben weitere Projekte würden sich allerdings erst in den Anfängen der klinischen Testungen befinden. Ein weiter fortgeschrittenes Präparat Mirostipen, das gegen durch eine Chemotherapie induzierte Neutropenie (Mangel an weißen Blutzellen) eingesetzt werden sollte, habe wegen ungenügender Wirksamkeit gestoppt werden müssen.
HGS habe eine breitgefächerte Pipeline, die aus den eigenen Datenbanken schöpfen könne. Doch kein einziges Produkt befinde sich in fortgeschrittener Phase der klinischen Testungen. Es könne somit noch viele Jahre dauern, bis eines der potenziellen Heilmittel auf den Markt komme. Mit dem einen oder anderen Flop müsse statistisch gerechnet werden, wie beim kürzlich zurückgezogenen Mirostipen.
Die Kasse von HGS sei mit 1,6 Milliarden US-Dollar prall gefüllt. Das entspreche etwa 12,50 US-Dollar je Aktie. Die Pipeline werde somit rein rechnerisch mit weniger als 1 Dollar je Anteilsschein bzw. insgesamt etwa 100 Millionen US-Dollar bewertet, was durchaus gerechtfertigt erscheine. In 2002 und 2003 schätze man den anfallenden Verlust auf 1,40 bzw. 1,90 US-Dollar je Aktie. Das Unternehmen habe somit noch für einige Jahre Cash, um weiter zu forschen oder, was empfehlenswert wäre, Umsatzträger zu akquirieren. Wer drei oder vier Jahre Zeit habe oder auf eine Akquisition hoffe, könne sich ein paar Stücke ins Depot legen. Ansonsten gebe es interessantere Werte in der Branche. Auch charttechnisch sehe die Aktie äußerst bedenklich aus.
Das Rating der Analysten von "sunday-market" für Human Genome Sciences lautet auf "halten".
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