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Schmolz + Bickenbach Kapitalerhöhung überrascht und enttäuscht 04.10.2010
Vontobel Research
Zürich (aktiencheck.de AG) - Patrick Rafaisz, Analyst von Vontobel Research, stuft die Aktie von Schmolz + Bickenbach (ISIN CH0005795668 / WKN 905370) in der aktuellen Ausgabe von "Vontobel Morning Focus" von "buy" auf "hold" herab.
Der Versuch, die Finanzierung bis Ende 2012 zu sichern, sei bisher gescheitert, und das Unternehmen plane derzeit eine (durch ein Bankenkonsortium abgesicherte) Kapitalerhöhung um EUR 220 Mio. Dies werde die Kapitalbasis stärken und gleichzeitig auch den Schuldenabbau ermöglichen. Darüber hinaus sei eine bis Ende 2012 laufende Kreditfinanzierung im Umfang von EUR 825 vereinbart worden.
Mit der Kapitalerhöhung werde der Verschuldungsgrad von fast 200% auf etwas über 100% gesenkt, sei aber noch immer doppelt so hoch wie der Branchendurchschnitt (rund 50%). Gehe man davon aus, dass die Hälfte des Erlöses zur Tilgung bestehender Schulden verwendet werde, so werde sich die Eigenkapitalquote für 10E von 21% auf 28% erhöhen (Unternehmensprognose: 30 bis 32%).
Bei einem Abschlag von 30% gegenüber dem Schlusskurs vom Freitag müssten 17,1 Mio. neue Aktien ausgegeben werden. Damit würde sich die Anzahl der Aktien um 57% erhöhen und sich eine Ertragsverwässerung von 36% ergeben. Die Analysten hätten am 3. September in einer Szenarioanalyse als wahrscheinlichste Entwicklung die Ausgabe von 50 bis 60% neuer Aktien mit einer Kapitalerhöhung um EUR 260 Mio. erörtert, falls die Inanspruchnahme des Kapitalmarktes unvermeidbar würde - was leider auch eingetreten sei. Die Berechnung der Analysten ergebe einen theoretischen verwässerten Kurs von CHF 22 pro Aktie.
Die Fragezeichen hinter der Finanzierung dürften nun endgültig vom Tisch sein. Allerdings habe auch das Anlegervertrauen deutlich gelitten. Eine Kapitalerhöhung sei immer die am wenigsten favorisierte Option gewesen.
Die Tatsache, dass das Management selbst keine Aktien besitze und dass die Mehrheitsaktionäre (aktuell: 75%) ihre Bezugsrechte nicht ausüben würden, könnte bei Minderheitsaktionären durchaus eine gewisse Besorgnis auslösen. Der Streubsitzanteil (Free Float) werde so zwar auf rund 40% ansteigen, das sei aber dennoch nicht genug, um den Minderheitseignern mehr Gewicht zu verleihen. Weitere Details zur Kapitalerhöhung würden am 28. Oktober bekannt gegeben.
Bis dahin raten die Analysten von Vontobel Research von einem Engagement ab und stufen die Aktie von Schmolz + Bickenbach von "buy" auf "hold" herunter. Das Kursziel werde von CHF 47 auf CHF 26 gesenkt. (Analyse vom 04.10.2010) (04.10.2010/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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