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Schneider untergewichten


25.06.2002
Helaba Trust

Die Analysten von Helaba Trust bewerten die Schneider-Aktie (WKN 860180) mit "untergewichten".

Schneider produziere Ausrüstungen zur Stromsteuerung, die in Gebäuden, Industrieanlagen, Energie- und Infrastruktureinrichtungen Anwendung fänden. Über diverse Akquisitionen in den vergangenen Jahren habe der Konzern einen breiten Produkt- und ausgewogenen Regionenmix erreicht.

Mittels der neuen Konzernstruktur (operative Segmente: Europa, Nordamerika, International; Zentralfunktionen: Strategie & Märkte, Entwicklung, Finanzen/Controling, Personal & Kommunikation, Projekte/ Akquisitionen) sowie der Verkleinerung der Führungsmannschaft solle die Entscheidungseffizienz mit Blick auf weitere Expansionsschritte verbessert werden. Bis 2004 werde bei 12 Mrd. Euro Umsatz (internes Wachstum: 4% jährlich) eine EBITA-Marge von 14% (01: 11,4%) angestrebt.


Bei der vom Kartellamt geforderten Abspaltung von Legrand (Beteiligungsquote: 98%) habe sich Schneider bislang alle drei Optionen offen gehalten: Börsengang, Spin-off oder Verkauf. Vieles spreche mittlerweile für die letzte Variante. Immerhin sei der Konzern in Abschlussverhandlungen mit den Finanzinvestoren KKR und WENDEL eingetreten.

Diese bildeten das sogenannte Wendel-Konsortium, welches rund 3,7 Mrd. Euro geboten habe. Auf dieser Basis würde der Buchgewinn, den man bislang mit 750 Mio. Euro angesetzt habe, auf ein Minimum schrumpfen. Im Vorjahr habe die Wertberichtigung Schneider in die roten Zahlen gedrückt. Für die Verhandlungen sei ein Zeitrahmen bis 22. Juli gesteckt worden.

Im Erfolgsfall könnte das Geschäft bis Ende des Jahres abgewickelt sein. Der Erlös würde die Schneider-Kasse stark aufblähen und das Zinsergebnis im kommenden Jahr in etwa ausgleichen. Diesen Effekt habe man bei der Schätzung noch nicht berücksichtigt. Andererseits mute das unterstellte Umsatzwachstum von 5,5% und die Verbesserung der EBITA-Marge um einen vollen Prozentpunkt aus heutiger Sicht eher progressiv an.

Simulativ lasse sich eine Ergebnisprognosespanne von 2,40 bis 2,70 Euro je Aktie ableiten, was sich leicht positiv auf den fairen Wert (bislang 48-50 Euro) auswirken würde.

Per Saldo empfehlen die Analysten von Helaba Trust, die Untergewichtung der Schneider-Aktie zunächst noch beizubehalten, solange keine verlässlicheren Hinweise auf ein höheres Gewinnwachstum vorliegen.




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