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WorldCom "sell" 26.06.2002
SEB
Die Analysten der SEB stufen die Aktie von WorldCom (WKN 881477) in ihrem aktuellen "AnlageFlash" auf "sell" herab.
Der US-Telekomkonzern WorldCom habe seinen Finanzchef Scott Sullivan wegen fehlerhafter Buchführung entlassen. In fünf Geschäftsquartalen seien nach Angaben des Unternehmens Ausgaben im Umfang von mehr als vier Milliarden Dollar (rund 4,07 Milliarden Euro) falsch verbucht worden. WorldCom werde dementsprechend die Ergebnisse für das erste Quartal 2002 sowie aus dem Jahr 2001 berichtigen. Das Unternehmen werde zudem am Freitag mit der Entlassung von 17.000 Mitarbeitern beginnen.
Der CFO Sullivan habe überhöhte Aufwendungen und Investitionsausgaben bilanziert und damit einen größeren Cash Flow als tatsächlich vorhanden ausgewiesen. Ohne die falschen Angaben habe das Telekommunikationsunternehmen im Jahr 2001 und dem ersten Quartal 2002 einen Netto-Verlust ausgewiesen. Zudem seien im vergangenen Jahr 3,06 Milliarden Dollar und im ersten Quartal diesen Jahres 297 Millionen Dollar entgegen der US-GAAP-Regeln zwischen internen Konten transferiert worden.
Die Analysten hätten in ihrer letzten Einschätzung darauf hingewiesen, dass bezüglich der weiteren Unternehmensentwicklung zahlreiche Fragezeichen stünden. Ein Engagement sei damals von zahlreichen Chancen, als auch von noch mehr Risiken begleitet gewesen. Die Risiken hätten nach jetzigem Kenntnisstand ein Übergewicht erlangt. Aufgrund des jetzt bekannt gewordenen Bilanzierungsbetrugs sei die Verlängerung der wichtigen 5 Mrd.-Kreditlinie für Ende Juni aus Sicht der Analysten hinfällig geworden. Somit stehe das Unternehmen vor dem Aus. Der nächste Schritt dürfte die Beantragung von Chapter 11 (Gläubigerschutz) sein.
Trotz den sehr niedrigen Kursniveaus stufen die Analysten der SEB die WorldCom-Aktie auf "sell" ab.
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