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Amgen Herausforderungen überwiegen


08.09.2010
Raiffeisen Centrobank

Wien (aktiencheck.de AG) - Connie Schümann und Christine Nowak, Analystinnen der Raiffeisen Centrobank, bewerten die Aktie von Amgen (ISIN US0311621009 / WKN 867900) nach wie vor mit "halten".

Der Umsatz des größten unabhängigen Biotechnologieunternehmens sei um zwei Prozent auf USD 3,8 Mrd. gestiegen, dies habe die Erwartungen der Analysten von USD 3,74 Mrd. leicht übertroffen. Der Gewinn pro Aktie sei um sieben Prozent auf USD 1,38 gestiegen, die Analysten hätten USD 1,30 geschätzt. Der Gewinn pro Aktie habe aufgrund eines höher als erwarteten Aktienrückkaufprogramms übertroffen werden können. Der Ausblick für das laufende Jahr sei aufgrund des schwachen Euros gesenkt worden. Statt USD 15,1 bis 15,5 Mrd. Umsatz rechne man nun mit etwas weniger als USD 15,1 Mrd. Der Gewinn pro Aktie solle für das laufende Jahr nun am unteren Ende von USD 5,05 bis 5,25 liegen.


Die so genannten Fallpauschalen in der Dialyse dürften in der Endfassung jetzt eine geringere Bedrohung für das Unternehmen darstellen als manche befürchtet hätten. Die US-Arzneimittelzulassungsbehörde sehe auch Maßnahmen vor, wenn nicht genügend Epo (Erythropoetin) eingesetzt werde.

In Summe würden kurzfristig die Herausforderungen für das Unternehmen überwiegen: Zum einen die Gesundheitsreform in den USA, die erst 2014 positive Effekte zeigen werde, zum anderen Biogenerika, die in absehbarer Zeit zu Preisdruck führen würden, und drittens der Epo-Umsatz, der weiter unter Druck bleiben werde. Dies werde nach Ansicht der Analysten in der niedrigen Bewertung zwar reflektiert, aber vom Potenzial der Phase II Pipeline noch nicht ausgeglichen. Mit großer Spannung würden weitere Daten von Denosumab zur Prävention von Metastasen im Herbst erwartet. Diese würden einen großen Einfluss auf die weitere Entwicklung des Aktienkurses haben. Die Analysten würden diese Daten noch abwarten wollen.

Daher stufen die Analysten der Raiffeisen Centrobank die Amgen-Aktie weiter mit "halten" ein. (Analyse vom 08.09.2010) (08.09.2010/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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