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Danone überraschende Anhebung der Umsatzprognose


10.08.2010
Raiffeisen Centrobank

Wien (aktiencheck.de AG) - Christine Nowak, Analystin der Raiffeisen Centrobank, stuft die Aktie von Danone (ISIN FR0000120644 / WKN 851194) weiterhin mit dem Rating "halten" ein.

Im zweiten Quartal habe der organische Umsatz auf vergleichbarer Basis gegenüber dem vergleichbaren Vorjahresquartal um 6,9% gesteigert werden können. Das Absatzvolumen habe sich um 8,9% erhöht; dieses sei allerdings durch einen negativen Preismix (-2%) vor allem im Frischmilch- und Wasserbereich beeinträchtigt worden.

Die vier Geschäftsbereiche hätten Wachstumsraten zwischen 7,8% und 10,5% erzielt. In den Schwellenländern habe Danone weiter punkten können. Bereits 40% des Gesamtumsatzes würden in diesen Ländern erwirtschaftet. Das sei ein höherer Anteil als beim Konkurrenten Nestlé (ISIN CH0038863350 / WKN A0Q4DC). Die Entwicklung in Europa sei zwar positiv aber nach wie vor unbefriedigend gewesen.

Das Preisumfeld habe sich zwar gegenüber dem ersten Quartal (-3,8%) gebessert, sei aber nach wie vor enttäuschend. Der Konzern gehe davon aus, dass sich die Preise bis zum Jahresende im positiven Bereich befinden würden, wenngleich Preiserhöhungen (von Land zu Land bzw. von Produkt zu Produkt unterschiedlich) aufgrund der starken Konkurrenz nur schwer durchsetzbar seien.


Negativ zu werten sei der Rückgang der operativen Marge gegenüber dem vergleichbaren Halbjahreszeitraum von 16,03% auf 15,3%. Steigende Grundnahrungsmittelpreise (vor allem Milchpreise) würden ein schwieriges zweites Halbjahr erwarten lassen. Habe die Belastung der Inputpreise zu Jahresbeginn laut Unternehmensprognosen noch zwischen fünf bis sieben Prozent gelegen, so würden bis Jahresende bereits zehn Prozent erwartet.

Aufgrund der guten organischen Umsatzentwicklung im ersten Halbjahr 2010 (+7,0%) habe Danone die Jahresprognosen angehoben (nach 5% würden jetzt 6% Umsatzwachstum erwartet). Als Umsatztreiber würden weiterhin die Schwellenländer gesehen, ebenso sollte sich die positive Entwicklung im Bereich Wasser und Babynahrung weiter fortsetzen. Auf der Ertragsseite würden allerdings die steigenden Rohstoffkosten die Entwicklung der Margen beinträchtigen.

Ob sich tatsächlich in einem von starker Konkurrenz beeinträchtigten Umfeld ein positives Preisniveau bis Jahresende ausgehe, bleibe dahingestellt. Diesbezüglich bleibe die Entwicklung der Margen das große Fragezeichen, wenngleich die Unternehmensleitung von einer stabilen Entwicklung (2010: 15,3%) ausgehe.

Die "halten"-Einschätzung der Analysten der Raiffeisen Centrobank für die Danone-Aktie bleibt weiterhin aufrecht. (Analyse vom 10.08.2010) (10.08.2010/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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