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Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
| 31,72 € |
32,49 € |
-0,77 € |
-2,37 % |
20.04/17:35 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| FR0000131906 |
893113 |
- € |
- € |
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Renault vorsichtiger Ausblick 06.08.2010
Hamburger Sparkasse
Hamburg (aktiencheck.de AG) - Die Analysten der Hamburger Sparkasse, Tina Hecking-Veltmann und Bernd Schimmer, stufen die Renault-Aktie (ISIN FR0000131906 / WKN 893113) weiterhin mit dem Rating "verkaufen" ein.
Renault biete eine breite Palette an Fahrzeugmodellen an. Im Kleinwagensegment würden der Twingo und der Clio angeboten. Mit dem Mégane in mehreren Versionen (Scenic, Cabrio) werde das mittlere Segment bedient. In der Oberklasse stünden die beiden Modelle Laguna und Vel Satis. Kernmarkt sei Westeuropa. Mit dem preisgünstigen, jedoch sehr einfachen "Logan" ziele Renault auf die wachstumsstarken Schwellenländer in Osteuropa und Lateinamerika. Wesentliche Ertragssäule sei die Beteiligung an Nissan. Daneben halte Renault 20% an Volvo (ISIN SE0000115446 / WKN 855689). In Korea habe Renault die Autosparte von Samsung (ISIN US7960508882 / WKN 896360) übernommen. Seit 2007 bestehe eine Beteiligung von 25% am russischen Hersteller Avtovaz.
Mit einem Konzernumsatz von 19,7 Mrd. EUR habe Renault 23,1% mehr als im Vorjahr erlöst. Nach einem hohen Vorjahresverlust (- 2,7 Mrd. EUR) sei die Rückkehr in die Gewinnzone mit einem Überschuss von 823 Mio. EUR gelungen, der einem Ergebnis pro Aktie von 2,95 EUR entspreche. Trotz dieser Verschnaufpause, die in hohem Maße von den europaweit gewährten Abwrackprämien beeinflusst gewesen sei, bleibe das Management für das zweite Halbjahr nur vorsichtig. Es habe in ungewohnter Offenheit bereits auf vertraglich vereinbarte Preissteigerungen beim Stahleinkauf hingewiesen, ebenso werde von deutlich nachgebenden Zulassungszahlen in den kommenden Monaten ausgegangen.
Ein Hinweis darauf möge die Absatzentwicklung in Deutschland sein, wo die Abwrackprämie im Vergleich zu anderen europäischen Ländern früher ausgelaufen sei. Hier seien die Neuzulassungszahlen im ersten Halbjahr um 35% zurückgegangen. Daher bleibe Renault bei dem vorsichtigen Jahresziel, das sich lediglich auf das Erreichen eines positiven Free Cash Flows, also eine gute Entwicklung der liquiden Mittel erstrecke.
Mit einem Zahlungsmittelüberschuss von 1,4 Mrd. EUR habe Renault im ersten Halbjahr einen besser als erwarteten Wert erreicht. Nachdem nun die letzte Krise den Erfolg der langfristigen Strategie "Contrat 2009", mit der Renault über mehrere Jahre eine nachhaltige Steigerung der Rentabilität verfolgt habe, hinfällig gemacht habe, bleibe abzuwarten, wie der französische Volumenhersteller zu einer langfristig erfolgreichen Unternehmensentwicklung zurückkehren wolle. Nach Einschätzung der Analysten würden in der aktuellen Produktpalette die attraktiven Fahrzeugmodelle fehlen, die dem Konzern bei einer Belebung der Nachfrage gute Absatzerfolge mit lukrativen Margen ermöglichen würden.
Trotz der sehr günstigen Bewertung der Aktie bleiben die Analysten der Hamburger Sparkasse daher bei ihrer zurückhaltenden Einschätzung und raten weiter zum Verkauf der Renault-Aktie. (Analyse vom 06.08.2010) (06.08.2010/ac/a/a)
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