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Barr Laboratories langfr. kaufen 17.06.2002
sunday-market
Dem langfristig ausgerichteten Anleger empfehlen derzeit die Analysten von "sunday-market" die Aktien von Barr Laboratories (WKN 873170) zum Kauf.
Der Weltpharmamarkt sei in den letzten Jahren durchschnittlich um 8 Prozent pro Jahr gewachsen; in den USA schneller, dafür etwas langsamer in Europa. Doch in den nächsten Jahren werde ein noch nie da gewesener Umbruch in der Branche stattfinden. Allein 45 der 100 wichtigsten Medikamente würden in den nächsten fünf Jahren ihren Patentschutz verlieren und sich der Konkurrenz durch Generika ausgesetzt sehen.
Umsatzeinbrüche von 70 bis 90 Prozent bei den Markenprodukten seien in der Regel die Folge. Analysten würden für 2005 von 100 Milliarden US-Dollar Umsatz ausgehen, die durch das Auslaufen der Patente den großen Pharmaproduzenten weitgehend verloren gehen würden. Nutznießer seien vor allem die Generikahersteller, zu denen auch Barr gehöre.
Barr habe seinen ersten Generikawirkstoff bereits vor dreißig Jahren auf den Markt gebracht und biete mittlerweile mehr als 80 verschiedene Medikamente an. Zusätzlich würden sich sechs eigene Produkte in der Pipeline befinden. Im September 2002 werde die FDA-Zulassung des am weitesten fortgeschrittenen Kandidaten, ein Anti-Tumormittel, erwartet.
Hauptumsatzträger sei in den vergangenen Jahren Tamoxifen gewesen, die generische Version des Markenproduktes Nolvadex (AstraZeneca), das zur Therapie des fortgeschrittenen Brustkrebses eingesetzt werde. Im Geschäftsjahr 2000/01 sei es für 63 Prozent des Umsatzes verantwortlich gewesen. Im laufenden Geschäftsjahr werde es von der generischen Version des Antidepressivums Prozac (Eli Lilly) übertroffen, das unter dem Generic-Namen Fluoxetin verkauft werde.
Bereits zwei Monate nach der Einführung von Fluoxetin seien 60 Prozent des Antidepressivums als Generikum verordnet worden. Auf Grund einer Regelung, die dem ersten Generikum eines Markenmedikamentes Konkurrenzfreiheit für 180 Tage garantiere, sei Barr für ein halbes Jahr einziger Konkurrent des etwa 30 Prozent teureren Markenproduktes gewesen.
Unmittelbar nach Ablauf dieser Frist seien weitere "Kopien" von Prozac zugelassen worden und für Barr hätten sich sofort die Umsätze von Fluoxetin gedrittelt. Dennoch, auf Grund der Sondersituation werde das im Juni abgeschlossene Fiskaljahr einen Zuwachs von 130 Prozent bringen. Der Gewinn werde sogar auf mehr als das Dreifache steigen. Für das nächste Geschäftsjahr sei allerdings deswegen mit einem Rückgang von Umsatz und Gewinn um ca. 25 bis 30 Prozent zu rechnen.
Der Anteil der Generika-Verordnungen, der zur Zeit bei etwa 40 Prozent aller Verordnungen liege, dürfte in den kommenden Jahren stetig zunehmen. Da jedoch die Eintrittshürden für Generikahersteller weitaus niedriger liegen würden, als beispielsweise für Entwickler von Medikamenten, sei langfristig mit einem harten Wettkampf und niedrigen Margen zu rechnen.
"sunday-market" teile nicht die Auffassung einiger Analystenkollegen, die einzelnen Generikaherstellern langfristig Zuwachsraten von 50 Prozent und mehr zubilligen würden. Der Kuchen könne nur einmal verteilt werden. Dennoch, gut aufgestellte Firmen, zu denen Barr nach Ansicht von "sunday-market" gehöre, sollten in den nächsten Jahren durchschnittliche Umsatz- und Gewinnzuwächse von mindestens 25 bis 30 Prozent erwarten können. Mit einem KGV von 17 für das Jahr 2003 sei Barr damit langfristig unterbewertet.
Die Analysten von "sunday-market" empfehlen daher den charttechnischen Bruch des Abwärtstrends abzuwarten und dann die Aktie von Barr zu kaufen.
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