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Endesa neutral


17.06.2002
Helaba Trust

Die Analysten von Helaba Trust bewerten die Endesa-Aktie (WKN 871028) mit "neutral".

Gemessen an der Stromproduktion habe der spanische Versorgungskonzern 2001 hinter EDF, Enel und RWE auf Platz vier der europäischen Liga gelegen. Die Spanier hätten 1999 die Kontrolle über Enersis, den größten privaten Energieanbieter in Mittel- und Südamerika, erworben. Mit diesem Engagement würden unter anderem Beteiligungen in Argentinien, Brasilien, Chile, Peru und Venezuela gehalten.

In der jüngsten Vergangenheit habe die Gesellschaft durch den Einstieg in den italienischen Strommarkt das Engagement auf dem europäischen Kontinent verstärkt. Die hohe Nettoverschuldung dürfte jedoch kurz- bis mittelfristig nennenswerte externe Wachstumsschritte verhindern.

Die Krise in Argentinien (EBIT-Anteil: rund 5%) erweise sich weiter als Belastungsfaktor für die Spanier. Dies zeigten auch die Zahlen für das 1. Quartal 2002-Zahlen. Zwar habe Endesa vor allem aufgrund der Erstkonsolidierung der italienischen Stromtochter Elettrogen den Umsatz auf rund 4,5 Mrd. Euro gesteigert (+21,2% gegenüber dem Vorjahr). Das betriebliche Ergebnis habe sich jedoch um 10,5% auf ca. 847 Mio. Euro reduziert.


Nur dank umfangreicher Buchgewinne aus dem Verkauf von Viesgo (ca. 1,1 Mrd. Euro) habe das Unternehmen ein positives Nettoergebnis von 767 Mio. Euro ausweisen können. Neben Währungsverlusten von rund 600 Mio. Euro habe vor allem der zusätzliche Rückstellungsbedarf für weitere Währungsverluste (über 200 Mio. Euro) belastet.

Angesichts der jüngsten Abwertungen vor allem in Brasilien (EBIT-Anteil ca. 11%) und Chile (12%) dürfte diese Vorsorgemaßnahme jedoch kaum ausreichen. Gleichzeitig sollte Endesa angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Lage mit einem Nachfragerückgang in Argentinien zu kämpfen haben. Zudem sei aufgrund gestiegener Öl- und Gaspreise in den nächsten Quartalen mit weiteren Belastungen in Form von höheren Brennstoffkosten zu rechnen.

Das Management dürfte sich spätestens nach den Schwierigkeiten in Argentinien von den Zielen, das EPS von 2001 bis 2005 um durchschnittlich 10% jährlich zu steigern, verabschieden müssen. Eine Ausweitung der Krise auf benachbarte südamerikanische Länder würde aufgrund des nennenswerten Engagements zu weiterem Druck führen.

Die Pläne, die Nettoverschuldung deutlich abzubauen, werden angesichts der erforderlichen Investitionen in die unterentwickelte spanische Netzinfrastruktur voraussichtlich ebenfalls später als geplant umgesetzt werden. Hingegen sei nach dem spürbaren Rückgang der Tarife im Zuge der fortschreitenden Liberalisierung im heimischen Markt aufgrund der anziehenden Stromnachfrage von rund 4% jährlich kaum mehr mit Margendruck zu rechnen. Allerdings sollte dies mittlerweile im Aktienkurs hinreichend eskomptiert sein.

Vor diesem Hintergrund erwarten die Analysten von Helaba Trust nunmehr eine marktkonforme, neutrale Performance der Endesa-Aktie.




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