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BT Group untergewichten 06.06.2002
Helaba
Die Analysten von Helaba Trust bewerten die BT Group-Aktie (WKN 794796) mit "untergewichten".
Das bereits 1984 privatisierte Unternehmen habe sich im Rahmen einer Entschuldung in 2001 von zahlreichen Beteiligungen getrennt. Verkauft worden seien unter anderem die Anteile an Japan Telecom, Airtel, sowie Yell. Zusätzliche Finanzmittel hätten die Briten durch die Veräußerung des Immobilienvermögen erhalten.
Darüber hinaus habe sich die Gesellschaft im November 2001 von der Mobilfunktochter getrennt, die nun unter den Namen mmo2 firmiere. Das defizitäre Joint Venture mit AT&T "Concert" sei aufgelöst worden. In der BT Group seien das klassische Festnetzgeschäft (Retail/Wholesale), das Systemgeschäft (BT Ignite) und die Internetsparte (BT Openworld) verblieben.
Die operative Geschäftsentwicklung 2001/02 sei insgesamt unbefriedigend verlaufen. Unter der Annahme eines gleich bleibenden Konsolidierungskreises (u.a. ohne die Mobilfunksparte) hätten die Briten die Erlöse um 7,6% gegenüber dem Vorjahr auf 18,5 Mrd. Britische Pfund (GBP) (gegenüber dem Vorquartal: +5,0%).
Während das traditionelle Festnetzgeschäft (+0,2%) und das Großhandelsgeschäft nur moderat zugelegt hätten, hätten die Sparten Internet und Systemkunden (BT Ignite) beachtliche Zuwächse verzeichnet (+58,6% bzw. +29,1%). Das EBITDA sei dagegen mit 5,7 Mrd. GBP leicht unter Vorjahresniveau geblieben (-0,5%; gegenüber dem Vorquartal: -3,2%). Insbesondere der Margendruck im Großhandelsgeschäft habe auf das Segmentergebnis (-2,8%) gedrückt.
Das konjunktursensible Systemgeschäft leide weiterhin unter einer zu geringen Profitabilität (EBITDA Marge: 3,3%). Unterm Strich sei das Konzernergebnis vor Goodwillabschreibungen und außerordentlichen Posten um 47,5% auf 735 Mio. GBP gesunken. Insbesondere hohe Zinsaufwendungen (1,4 Mrd. GBP) infolge der im Jahresdurchschnitt hohen Nettoverschuldung sowie die stark gestiegene Steuerquote (41,5% gegenüber 21,8% im Vorjahr) hätten zu diesem Einbruch geführt. Aufgrund zahlreicher Beteiligungsverkäufe sei die Nettoverschuldung auf 13,7 Mrd. GBP zurückgeführt worden.
Die im Zuge des Konzernumbaus entstandene Intransparenz sei mit der Vorlage eines detaillierten Zahlenwerkes beseitigt worden. Auf Basis dieser neuen Datenbasis habe man die Ergebnisschätzung entsprechend angepasst. Mit dem radikalen Konzernumbau (u.a. Abspaltung der Mobilfunksparte, Beteiligungsverkäufe) habe sich das Wachstumsprofil stark verändert.
Für die nächsten fünf Jahre seien nur noch Zuwächse bei Umsatz und EBITDA im Bereich von 5% jährlich zu erwarten. Angesichts dieser sich abschwächenden Wachsdynamik halte man das Bewertungsniveau (KGV 2003e: 21,1; EV/EBITDA: 6,3) sowohl im Branchenvergleich als auch gemessen an Versorgeraktien, die über ein ähnliches Wachstumsprofil verfügten, für zu ambitioniert. Charttechnisch dürfte die Aktie ebenfalls an Grenzen stoßen.
Vor diesem Hintergrund stufen die Analysten von Helaba Trust die BT-Group-Aktie auf "untergewichten" herab.
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