|
 |
|
| |
|
 |
| Kurs |
Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
| - |
- |
0 |
0 % |
/ |
| |
| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
|
|
- |
- |
| |
|
|
| |
|
|
| |
WorldCom "strong buy" 06.06.2002
SEB
Die Analysten der SEB bewerten die Aktie von WorldCom (WKN 881477) in ihrem aktuellen "AnlageFlash" mit "strong buy".
Der zweitgrößte US-Anbieter von Ferngesprächen wolle aus dem Mobilfunkgeschäft wieder aussteigen. Erst vor 5 Jahren sei WorldCom hier eingestiegen, sei aber hier kaum nennenswert profitabel gewesen. Zu schnell hätten die Märkte wieder gedreht und Preisdruck sei viel schneller aufgekommen als man sich seinerzeit habe vorstellen können. WorldCom sei hier "lediglich" als Wiederverkäufer tätig. Ein rascher Ausstieg aus diesem Geschäft mache somit Sinn.
Die Verlangsamung des gesamten Marktwachstums, der permanente Margendruck auch im Mobilfunk und die nach wie vor notwendigen hohen Vorlaufinvestitionen hätten die Positionen für WorldCom im Mobilfunkgeschäft zuletzt stark verschlechtert. Der Desinvestitionsprozess beginne sofort, dürfte sich aber über Jahre hinziehen. Betroffen seien ein Teil der 2.200 Stellen bei WorldCom Wireless. Erst gestern habe WorldCom angekündigt, insgesamt rund 16.000 Stellen (rd. 20% der Belegschaft) in nächster Zeit zu streichen. Dies und die gesamten Sparpläne seien sicherlich notwendige Voraussetzungen, um die per Mitte Juni anstehende Refinanzierung von kurzfristigen Schulden erfolgreich organisieren zu können.
Damit habe das Unternehmen gute Chancen, mittelfristig wieder auf einen Wachstumspfad zurückzukommen. Dies sei jedenfalls ein weiterer Schritt (von mehreren), um die angespannte Liquiditätssituation zu entspannen. Ein Analyst von Kaufmann Brothers habe in einer kürzlich veröffentlichten Studie einen 12-Punkte-Plan als Reorganisationsmöglichkeit aufgestellt.
Der vorgesehene Verkauf der Mobilfunksparte sollte bis 2004 WorldCom etwa 500 Mio. US-Dollar bringen. Diese Sparte habe einen Jahres-Umsatz von rund einer Milliarde US-Dollar, erzielt aber stets einen negativen EBITDA-Beitrag. Mit dem Verkauf könnte sich die Liquiditätssituation auch rasch verbessern. Interessenten stünden bereits vor der Tür, z.B. Verizon Wireless oder Cingular. Dieser Schritt dürfte sofort etwa 200 Mio. US-Dollar in die Kasse bringen. Der Abbau von 16.000 Stellen dürfte etwa 200 bis 300 Mio. US-Dollar pro Jahr an Sparpotential bringen.
WorldCom reagiere schnell mit diversen Maßnahmen auf die angespannte Liquiditätssituation. Erst per 22. Mai habe WorldCom angekündigt, den Spin-off von MCI wieder rückgängig zu machen, um somit die hohe Dividendenzahlung für die Tracking-Aktie MCI einzusparen, was mit etwa 284 Mio. US-Dollar pro Jahr anzusetzen sei. Weitere Einsparmassnahmen seien zu erwarten.
Die Analysten der SEB belassen ihr 12-Monats-Kursziel bei 5 US-Dollar und stufen die WorldCom-Aktie mit "strong buy" ein.
|
 |
|
|
 |
|
|
| |
|