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Banco Santander Kurschance von über 50%


14.06.2010
Heibel-Ticker

Berlin (aktiencheck.de AG) - Nach Meinung der Experten von "Heibel-Ticker" bietet die Banco Santander-Aktie (ISIN ES0113900J37 / WKN 858872) eine Kurschance von deutlich über 50%.

Wer auf den Fortbestand des Euro und der EU setzen möchte, der finde in der Banco Santander ein gesundes Finanzinstitut, dessen Kurs überproportional in den Keller geprügelt worden sei. Das Engagement in Krisenmärkten sei bei der Banco Santander wesentlich geringer als der Kursverlust vermuten ließe.

Die Ausfallquote der Banco Santander betrage 3,34%, sei also wesentlich niedriger als beim Durchschnitt der Cajas. Die Kernkapitalquote liege bei 8,8% und sei damit hoch genug um noch Übernahmen in bar zu bezahlen. Am Freitag erst habe Santander bekannt gegeben, 25% der Anteile an der eigenen mexikanischen Tochter von der Bank of America zurückgekauft zu haben. Der Preis von 2,5 Mrd. Euro sei in bar bezahlt worden. Die Kernkapitalquote werde dadurch auf 8,5% vermindert.

Aktuell werde erwartet, dass für das Jahr 2010 eine Dividende von 0,60 Euro ausgeschüttet werde. Das entspreche einer Dividendenrendite von 8%.

Die Finanzkrise 2008/2009 habe Santander besser durchgestanden als viele Wettbewerber. Das Unternehmen habe niemals aggressiv Immobilienkredite vertrieben und halte sich auch im Bereich der strukturierten Produkte vornehm zurück. So habe Santander in der Krise damals bereits Teile von ABN AMRO zukaufen und das Geschäft in England stärken können. Es scheine, dass Santander auch heute wieder selbstsicher genug sei, um die Krise für die eigene Expansion zu nutzen.

Wie hoch jedoch das Engagement von Santander an spanischen Staatsanleihen sei, werde immer wieder diskutiert und sorge für Druck auf der Aktie.


Doch wenn man sich die regionale Aufteilung der Bank anschaue, dann dürften diese Risiken überschaubar sein. Der größte Teil des Geschäfts werde bereits in Brasilien gemacht, mit 29% vom Konzernumsatz liefere dieser Markt 37% des Gewinns für Santander. Spanien selbst mache nur noch 17% aus.

Das Geschäft von Santander sei ein Massengeschäft. Das Unternehmen sei nicht dafür bekannt, dass es der schnellen Mark mithilfe von abenteuerlichen Finanzprodukten nachjage. Vielmehr konzentriere man sich auf das angestammte Einlagen- und Kreditgeschäft, was sich insbesondere in Krisenzeiten stabilisierend auswirke.

Zum Jahresbeginn habe die Aktie noch bei 12 Euro gestanden, heute notiere sie knapp über 7,50 Euro. Man halte einen Großteil des Kursverlustes für spekulativ bedingt. Die fundamentalen Probleme Europas hätten einen negativen Einfluss auf Santander, doch der Ausverkauf sei in den Augen der Experten bereits übertrieben. Da werde auf einen Zusammenbruch der Eurozone spekuliert.

Dieser werde jedoch in absehbarer Zeit (drei Jahre) nach Einschätzung der Experten nicht erfolgen. Und so werde man sich auf das Geschäft von Santander konzentrieren und das laufe nicht schlecht. Analysten hätten Kursziele zwischen 12 und 14 Euro errechnet. Dies dürfte bald wieder in den Fokus rücken, wenn nicht tatsächlich die EU auseinander breche. Entweder das Management von Santander verhalte sich unverantwortlich und sei größenwahnsinnig, oder aber der Markt beurteile Santander falsch.

Die Experten würden Letzteres für wahrscheinlicher halten, denn das Management von Santander sei bekannt für besonnene Entscheidungen. Wenn derzeit 2,5 Mrd. EUR für eine mexikanische Tochter bar auf den Tisch gelegt werden könnten, dann seien offensichtlich keine Liquiditätsnöte in Sicht. Und wenn die Dividendenrendite von 8% als Ziel aufrecht gehalten werde, dann bleibe dem Unternehmen noch eine Menge Spielraum, um im Falle einer Verschlimmerung der Situation die Kapitalbasis aufzubessern (Streichung der Dividende).

Die Experten möchten hier keine Prognose über die Zukunft Europas machen, denn sie könnten sich durchaus vorstellen, dass es in den nächsten Wochen erst nochmals schlimmer werde, bevor es dann besser werde. Mittelfristig jedoch würden sie keinen Zusammenbruch der EU erwarten.

Und wer auf eine Gesundung der EU setzen möchte, der hat in der Banco Santander ein solides Finanzinstitut, dessen Aktienkurs überproportional in den Keller gepeitscht wurde und nunmehr eine Kurschance von deutlich über 50% bietet, so die Experten von "Heibel-Ticker". (Ausgabe 23 vom 11.06.2010) (14.06.2010/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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