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Crédit Agricole unter der Lupe 12.05.2010
DaxVestor
Gerbrunn (aktiencheck.de AG) - Die Experten vom "DaxVestor" nehmen die Crédit Agricole-Aktie (ISIN FR0000045072 / WKN 982285) unter die Lupe.
Am Wochenende sei es in Brüssel nicht nur um die Rettung des Euro und klammer Mittelmeeranrainer gegangen. Erneut hätten auch die Banken indirekt im Mittelpunkt des Geschehens gestanden. Als Käufer von Staatsanleihen aus Griechenland, Portugal, Spanien, Irland und Italien hätten die Banken einen erheblichen Anteil daran, dass die Schuldensünder nicht schon viel eher Pleite gegangen seien. Sollte nun aber eine Umschuldung oder gar ein Zahlungsausfall drohen, würden die betreffenden Banken ebenfalls wieder in akute Gefahr geraten.
Das habe die Politik mit allen Mitteln verhindern wollen, habe man die Banken doch eben erst mit riesigen Rettungsschirmen in der Finanzkrise vor dem Untergang bewahrt. Ganz besonders Frankreichs Präsident Sarkozy habe sich hierbei als Retter hervorgetan. Das sei kein Wunder, seien doch vor allem französische Banken sehr stark in den PIIGS-Staaten (Portugal, Irland, Italien, Griechenland, Spanien) engagiert. Das Energiebündel aus Paris habe sich schließlich durchgesetzt und sich in einer Pressekonferenz eingerahmt von den Flaggen der Euro-Länder als Retter der Gemeinschaftswährung inszeniert.
Von Angela Merkel seien dagegen nur ein paar dürre Sätze beim Verlassen des Treffens zu hören gewesen. Zwar sollte man diese Gegebenheiten nicht überbewerten, dennoch würden sie tief blicken lassen. Nehme Angela Merkel die Krise immer noch nicht ernst? Wenn es doch darum gehe, die Märkte zu beruhigen, warum wende sie sich als Regierungschefin des wichtigsten Eurolandes nicht mit klaren Worten an die Öffentlichkeit? Das wisse wohl nur sie alleine.
So oder so: Die Banken, Versicherungen und auch alle anderen Gläubiger Griechenlands und Co. - auch viele Privatanleger hätten Staatsanleihen aus den PIIGS-Ländern im Depot liegen - könnten vorerst einmal aufatmen. Mit dem Rettungspaket für Griechenland und den Euro seien auch sie vorerst gerettet. Wie es mittel- und langfristig weitergehen werde, sei jedoch völlig offen. Ob sich die EU zu einer Transferunion entwickeln werde oder ob die Währungsunion doch noch auseinander breche, vermöge derzeit niemand zu sagen. Kurzfristig stünden die Zeichen erst einmal auf Erholung, wenngleich die Volatilität an den Börsen sehr hoch bleiben dürfte.
Diese Erwartung zeige sich auch bei den Bonuszertifikaten auf Finanzaktien, die zum Teil mit sehr interessanten Ausstattungen aufwarten könnten. Die französische Crédit Agricole eigne sich besonders für ein Investment in ein Bonuszertifikat. Die Bank sei Meldungen zufolge mit 30 Mrd. Euro in Griechenland engagiert. Der Löwenanteil davon seien allerdings Kredite an Privatkunden und Unternehmen in Griechenland über die Tochter Emporiki. Damit profitiere Crédit Agricole in besonderem Maße von einer Entspannung an den Märkten.
Die Aktie des EURO STOXX 50-Mitglieds Credit Agricole habe zuletzt stark unter Druck gestanden. Seit Mitte April sei es zu einem steilen Absturz gekommen, der den Kurs von 13,78 auf 9,01 Euro nach unten geführt habe. Daran schuld sei vor allem das Engagement der Bank in den PIIGS-Staaten und die Angst der Anleger, dass es zu einem Zahlungsausfall der Schuldner komme. Durch die schnelle Rückkehr der Aktie über 10,00 Euro sei die dort verlaufende horizontale Unterstützung wieder restauriert worden. Diese Chartmarke fungiere nun als Ausgangspunkt für eine weitere, mögliche Erholung, die den Kurs wieder zurück an die gleitenden Durchschnitte führen könnte. Diese würden zwischen 12,30 und 12,65 Euro verlaufen.
Größere Kursavancen der Crédit Agricole-Aktie darüber hinaus sind jedoch unwahrscheinlich, so die Experten vom "DaxVestor". (Analyse vom 11.05.2010) (12.05.2010/ac/a/a)
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