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Danone halten


04.05.2010
Raiffeisen Centrobank

Wien (aktiencheck.de AG) - Christine Nowak, Analystin der Raiffeisen Centrobank, stuft die Aktie von Danone (ISIN FR0000120644 / WKN 851194) von "kaufen" auf "halten" herab.

Auf vergleichbarer Basis seien die Umsätze im ersten Quartal gegenüber dem vergleichbaren Vorjahresquartal um sieben Prozent gestiegen. Das Absatzvolumen habe sich zwar um 10,8% erhöht, sei allerdings von einem negativen Preismix (-3,8%) beeinträchtigt worden.

Anzeichen einer weiteren Geschäftsverbesserung vor allem im Frischmilchbereich würden sich mehren; in Russland gebe es ein zweistelliges Wachstum - ein Problemland in 2009. In den USA habe es Marktanteilsgewinne gegeben, in Westeuropa eine Absatzstabilisierung. Das organische Wachstum sei um 7,6% gestiegen (das höchste Niveau seit dem dritten Quartal 2008), sei allerdings auch durch einen negativen Preis-/Produktmix von 4,9% beeinträchtigt. Die Milchpreise dürften den Tiefpunkt erreicht haben. Im weiteren Jahresverlauf sei mit steigenden Preisen zu rechnen, welche auch an die Konsumenten weitergegeben würden.


Das dritte Mal in Folge habe der Wasserbereich ein positives organisches Wachstum (+2,3%) aufweisen können. Einem starken Absatzvolumen (+8,5%) habe allerdings auch hier eine negative Preiskomponente von 6,2% gegenübergestanden. Getragen worden sei die Verbesserung vor allem durch das starke Wachstum in den Emerging Markets.

Es komme zur Einstellung beziehungsweise Änderung der Werbung für einige Produkte (Actimel und Activa), deren gesundheitsfördernde Eigenschaften infrage gestellt würden. Mehrere Anträge bei der europäischen Aufsichtsbehörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) seien zurückgezogen worden. Es bestünden Zweifel darüber, ob sich die angepriesenen Eigenschaften (verdauungsfördernd und immunstärkend) bei einer Prüfung tatsächlich belegen lassen würden. Weitere Gespräche sollten Anfang Juni stattfinden.

Welche Auswirkungen die Änderung der Marketingstrategie auf die Entwicklung der beiden Milchprodukte beziehungsweise den gesamten Frischmilchbereich habe - im Jahr 2009 sei mit einem Umsatz von EUR 3,7 Mrd. rund ein Viertel des Konzernumsatzes erwirtschaftet worden - sei noch schwer abzuschätzen. Das Management sehe vorerst noch keine größeren Belastungen und halte nach wie vor an den Jahresprognosen fest. Für 2010 werde demnach ein organisches Umsatzwachstum von fünf Prozent in Aussicht gestellt.

Die Analysten der Raiffeisen Centrobank sind allerdings etwas vorsichtiger und nehmen daher ihre Einschätzung für die Danone-Aktie von "kaufen" auf "halten" zurück. (Analyse vom 04.05.2010) (04.05.2010/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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