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Alcoa halten


29.04.2010
Raiffeisen Centrobank

Wien (aktiencheck.de AG) - Johannes Mattner, Analyst der Raiffeisen Centrobank, stuft die Aktie von Alcoa (ISIN US0138171014 / WKN 850206) von "kaufen" auf "halten" herab.

Alcoa sehe für alle vier Geschäftsbereiche eine sequenzielle Verbesserung. Das Joint Venture mit der saudi-arabischen Minengesellschaft Ma'aden in Saudi Arabien ermögliche Alcoa unter anderem den Zugang zu den stark wachsenden Märkten im Mittleren Osten.

Das Unternehmen gehe weiterhin davon aus, dass die weltweite Aluminiumnachfrage im Jahr 2010 um rund zehn Prozent steigen werde. Der Verlust aus den fortgeführten Geschäftsaktivitäten habe sich auf USD 0,19 je Aktie belaufen. Darin enthalten seien jedoch Einmaleffekte in Höhe von USD 0,29 je Aktie. Exklusive Einmaleffekte stehe ein Gewinn von USD 0,1 je Aktie zu Buche, der leicht über dem Marktkonsens von USD 0,09 je Aktie liege. Hier bleibe aber zu erwähnen, dass die Erwartungen im Vorfeld um knapp die Hälfe reduziert worden seien.


Die Umsatzentwicklung sei ein wenig enttäuschend ausgefallen. Zwar sei dieser gegenüber dem vergleichbaren Vorjahresquartal um knapp 18% auf USD 4,9 Mrd. angestiegen, habe damit aber die Markterwartungen von USD 5,2 Mrd. verfehlt. Im Luftfahrtbereich habe der Lagerabbau noch kein Ende gefunden.

Der US-Aluminiumriese Alcoa habe für das erste Quartal gemischte Zahlen vorgelegt und nicht wirklich überzeugen können. Vor allem die Umsatzentwicklung sei deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben, wobei vor allem in der Primärmetallsparte die höheren Preise durch deutlich niedrigere Volumina negativ kompensiert worden seien. Für das kommende Quartal gebe sich Alcoa durchaus zuversichtlich und erwarte in allen Geschäftsbereichen eine Verbesserung. Im Zuge höherer realisierter Preis sollte dies auch bewerkstelligt werden können.

Was die Analysten jedoch vor allem auf längere Sicht vorsichtig stimme, sei die nach wie vor fragile Situation am Aluminiummarkt. Auf der einen Seite sei im Jahr 2010 durchaus mit einer Erholung der Nachfrage zu rechnen. Auf der anderen Seite stünden aber weiterhin extrem hohe Lagerbestände. Zwar sei ein beträchtlicher Anteil davon in Finanzkontrakten gebunden und dementsprechend im Moment nicht verfügbar. Jedoch werde diese Situation nicht für ewig anhalten und sich dementsprechend im Verlauf des zweiten Halbjahres auf die Preisentwicklung auswirken.

Dementsprechend erwarten sich die Analysten der Raiffeisen Centrobank von dieser Seite Gegenwind für die Alcoa-Aktie und ändern ihre Einschätzung von "kaufen" auf "halten". (Analyse vom 29.04.2010) (29.04.2010/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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