|
 |
|
| |
|
 |
| Kurs |
Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
| - |
- |
0 |
0 % |
/ |
| |
| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
|
|
- |
- |
| |
|
|
| |
|
|
| |
UniCredit "buy" 16.04.2010
SEB
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Manfred Jakob, Analyst der SEB, stuft die Aktie von UniCredit (ISIN IT0000064854 / WKN 850832) mit "buy" ein.
UniCredit habe den operativen Aufwärtstrend zwar fortgesetzt, aber mit milliardenschweren Wertberichtigungen der Finanzkrise noch einmal einen hohen Tribut zollen müssen. Die Einnahmen hätten sich um 2,6% auf 27,6 Mrd. EUR erhöht. Das operative Ergebnis sei um 20,3% auf 12,3 Mrd. EUR geklettert. Die Risikovorsorge sei insgesamt auf 609 (343) Mio. EUR angestiegen, und die Wertberichtigungen hätten im gesamten Jahr 8,3 (3,7) Mrd. EUR betragen. Damit habe das Vorsteuerergebnis bei 3,3 Mrd. EUR (-39,5%) und der Jahresüberschuss bei 2,3 Mrd. EUR (-52,6%) gelegen.
Die Cost/Income-Ratio (CIR) stelle sich im Jahres-Vergleich auf 55,6% (nach 62,1%). Dagegen liege die Eigenkapitalrendite (ROE) bei "nur" 3,8% (nach 9,5%). Die Kernkapitalquote habe sich auf 8,47% (nach 6,58%) verbessert, jeweils nach Kapitalerhöhung.
2009 habe in einigen Geschäftsfeldern stabilisierende Trends gezeigt. Während im heimischen Markt das Zinsgeschäft z.B. zwar noch rückläufig gewesen sei, habe es sich in den meisten übrigen Regionen stabilisiert. Die Emerging Markets zeig(t)en einige Indizien einer wirtschaftlichen Erholung, so die Analysten der SEB. Bei der HVB habe sich der kräftige Turnaround fortgesetzt. Die Risikokosten seien noch hoch, aber zum 2. Mal in Folge recht deutlich gesunken. Dank des sich nun verbessernden wirtschaftlichen Umfelds sollte dieser Trend anhalten.
Auch bei den Wertberichtigungen (2009 über 8 Mrd. EUR) sollte der Höhepunkt vorüber sein. Neben obigen Trends sollte 2010 in Folge der positiven Kapitalmärkte nun auch das Provisionsgeschäft wieder stärker anziehen, das sich in 2009 von Quartal zu Quartal schon leicht verbessert, aber noch deutlich unter 2008 gelegen habe (im Q4-Vergleich bereits im Plus). Die hohe Effizienz unterstütze den Ergebnistrend.
Die Nachhaltigkeit bei all den sich verbessernden Trends müsse 2010 noch bewiesen werden. Die Kernkapitalquote erhöhe sich dank der externen Mittelzufuhr auf 8,4%, sei im Vergleich zu einigen Wettbewerbern aber allenfalls nur zufrieden stellend. Es gebe ferner erhöhte Eigenkapital-Anforderungen ("Basel III") und mögliche Belastungen durch die Zwangsabgabe.
Aus Sicht der technischen Analyse sei die Aktie von UniCredit nicht so leicht zu greifen, so Andreas Klähn, technischer Analyst der SEB. Nach der erfolgreichen Verteidigung der Unterstützung bei 1,91 EUR entwickle sie sich nun in Richtung des starken Widerstands bei 2,58 EUR. Ob die Aktie das Potenzial werde ausschöpfen können, sei jedoch fraglich. Zu früherer Ertragsstärke sei es noch eine weite Wegstrecke, aber einige Voraussetzungen seien geschaffen.
Der MACD im Wochenchart oszilliere um die Nullachse, das Momentum falle sogar. Einzig die mittelfristigen Overbought/Oversold Indikatoren seien aufwärts gerichtet. Auch könne sich zwischen 2,25 EUR und 2,37 EUR jederzeit und ohne weiteres ein neuer Widerstand ausbilden. So würden sich nur zwei Marken und daraus abgeleitete Handlungsempfehlungen eindeutig benennen lassen: Falle die Aktie auf Basis zweier Wochenschlusskurse unter 1,91 EUR, sei das ein Verkaufsignal. Erreiche sie den Widerstand bei 2,58 EUR, dürfte das Potenzial ausgeschöpft sein, so dass die Aktie dann ebenfalls zur Disposition stehe. Die Tendenz dürfte in den nächsten Wochen aber eher in Richtung 2,58 EUR als zur Unterstützung bei 1,91 EUR gehen.
Die Analysten der SEB bewerten die UniCredit-Aktie mit dem Rating "buy" und heben das Kursziel von 2,50 EUR auf 2,60 EUR an. (Analyse vom 16.04.2010)(16.04.2010/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
|
 |
|
|
 |
|
|
| |
|