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| Kurs |
Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
| 303,16 $ |
299,81 $ |
+3,35 $ |
+1,12 % |
24.04/21:59 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| US3156161024 |
922977 |
- $ |
- $ |
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F5 Networks auf Bodensuche 20.05.2002
Doersam-Brief
Engelbert Hoermannsdorfer, Chefredakteur betafaktor.info, empfiehlt im "Doersam-Brief" die Aktien von F5 Networks (WKN 922977) spekulativ zu kaufen.
Das Unternehmen F5 Networks (WKN 922977) dürfte den meisten Doersam-Brief-Lesern bereits bekannt sein. In Ausgabe 29/01 (vom 26. August 2001) habe man den ert bereits vorgestellt, und dann nochmals in Ausgabe 43/01 (vom 2. Dezember 2001). Mit der ersten habe man vom Timing recht gutgelegen, 50% bis 60% waren dadurch erzielbar. Die zweite Besprechung sei vom Timing her schwächer gewesen, denn außer einer anschließenden fünfmonatigen Seitwärtsbewegung sei nicht viel dabei herausgekommen. Wer wie von den Experten empfohlen mit einem engen Stopploss arbeitete, sollte also nicht allzu viel verloren haben.
Denn Anfang April sei ein leider deutlicherer Absturz erfolgt. Grund: Die Q1-Zahlen seien unter den Erwartungen geblieben, außerdem seien die Aussichten fürs Restjahr zurückgenommen worden. Einer der Hauptkunden und strategischen Investoren, Nokia (Nasdaq: NOK; WKN: 870737), habe nicht so viel Produkte abgenommen wie erwartet. Nun suche der Kurs seit Wochen im Bereich 12 bis 14 USD einen Boden.
Die enttäuschenden Q1-Zahlen hätten aber noch einen anderen Effekt: Sie würden die Leerverkäufer (US-Jargon: Shorties) anlocken. 6,73 Mio. Papiere seien nach den letzten Nasdaq-Reports leerverkauft worden. Bedenken man: Das seien fast 40% des Free-float (16,9 Mio. Papiere). Wenn hier in der nächsten Zeit auch nur der Hauch einer guten Nachricht komme, oder die Stimmung an Nasdaq generell drehe, dann müssten sich die Shorties bei steigenden Kursen eindecken. Das wäre dann ein lehrbuchmäßiger Short Squeeze. (Ein Short Squezze ist ein Kursanstieg bedingt durch Shorties, die ihre offenen Positionen glattstellen, das heißt: ausgleichen müssen. Shorties, die bestimmte Aktien leerverkauft haben, weil sie mit sinkenden Kursen rechnen, sind bei einer gegenläufigen Entwicklung gezwungen, den leerverkauften Wert nachzukaufen, damit ihr Verlust nicht zu groß wird. Durch das Zukaufen am Markt unterstützen die Shorties jedoch die Entwicklung, gegen die sie gewettet haben. Das kann in sehr starke Kurssteigerungen münden, wenn entsprechend viele Aktien zuvor leerverkauft wurden.)
F5 habe in den letzten Monaten viel Geld in die Neuentwicklungen ihrer Traffic- und Control-Management-Produkten im so genannten Blade-Server-Format gesteckt. An den Produkten müsse was dran sein, denn bislang habe man mit Compaq, Hewlett-Packard, Fujitsu-Siemens und RLX Technologies bedeutende Namen aus der IT-Szene für strategische Partnerschaften gewonnen. Wie Engelbert Hoermannsdorfer gehört habe, dürfte möglicherweise Dell Computer im Sommer dazu stoßen. Bedeutend seien die neuen Blade-Controller noch aus einem anderen Blickwinkel: F5 entferne sich damit endlich etwas von der direkten Konkurrenz zu Cisco Systems.
Von der Bewertung her betrachtet sei F5 freilich derzeit nicht mehr billig. Analysten hätten ihre Prognosen etwas zurückgeschraubt. Das 2003er KGV liege bei 66, das KUV bei eigentlich nach wie vor vertretbaren 2,5. Einen nochmaligen Quartalsausrutscher dürfe sich F5 freilich nicht erlauben, sonst gehte es in den einstelligen Kursbereich. Wer diszipliniert mit engem Stopploss zu arbeiten gewöhnt sei, könne hier eigentlich eine Spekulation wagen. Wobei sogar noch etwas Pulver trocken gehalten werden sollte, um in evtl. steigende Kurse hinein nachzukaufen. Nur dann könnte die Spekulation eines Short Squezze aufgehen. Wer bei F5 Networks die Nerven behalte, könnte mit einem üppigen Gewinn belohnt werden, so das Resümee von Engelbert Hoermannsdorfer, Chefredakteur betafaktor.info, im "Doersam-Brief".
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