|
 |
|
| |
|
 |
| Kurs |
Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
| - |
- |
0 |
0 % |
/ |
| |
| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
|
|
- |
- |
| |
|
|
| |
|
|
| |
UniCredit "hold" 13.01.2010
SEB
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der Analyst der SEB, Manfred Jakob, stuft die UniCredit-Aktie (ISIN IT0000064854 / WKN 850832) mit "hold" ein.
Die UniCredit (UCG) habe am 11.11.2009 mit den Zahlen zum 3. Quartal (Q3) zwar den operativen Aufwärtstrend aufgezeigt, hinke aber wegen milliardenschweren Wertberichtigungen (2,16 Mrd. EUR) im Vergleich zu vielen Wettbewerbern nach. So sei der Gewinn gegenüber dem Vorjahr von 531 Mio. EUR auf 394 Mio. EUR gesunken. Während der Zinsüberschuss zurückgegangen sei, habe man beim Provisionsüberschuss überzeugt. Die Cost/Income-Ratio (CIR) stelle sich im 9M-Vergleich auf 54,5% (nach 60,2%). Dagegen liege die Eigenkapitalrendite (ROE) bei "nur" 4,0% (nach 11,1%). Die Kernkapitalquote habe sich per Ende September auf 7,55% (Q2: 6,85% / Ende 08 bei 6,00%) verbessert.
10.01.2010: Kapitalerhöhung: Die Altaktionäre könnten für 20 bestehende Aktien 3 neue erwerben. Der Emissionspreis liege bei 1,589 EUR je neuer Aktie. Insgesamt würden 2,5 Milliarden neue Aktien ausgegeben. Die UCG erlöse damit die anvisierten 4 Mrd. EUR und werde auf Staatshilfe endgültig verzichten. Der Bezugswert habe 0,093 EUR betragen. Am 1. Handelstag habe das Bezugsrecht bei 0,107 EUR notiert. Zeichnung bis 29.01., Handel bis 22.01.
Die Kapitalerhöhung sei in dieser Höhe erwartet und kommunikativ bereits Mitte Q4-09 anvisiert worden. Mit dieser Kapitalzufuhr verzichte UCG nun offiziell und endgültig auf Staatshilfe. Die Hälfte des Emissionserlöses diene zur Kapitalstärkung bei der für Osteuropa zuständigen Tochter Bank Austria. Die Großaktionäre hätten ihre Teilnahme weitgehend bereits angekündigt.
In Q3 habe die UCG eine Fortsetzung des operativen Turnarounds gezeigt. Das operative Ergebnis sei um 12% auf 2,9 Mrd. EUR (9M: +16% auf 9,61 Mrd. EUR) gestiegen. Bei der HVB habe es einen kräftigen Turnaround gegeben: Das operative Ergebnis sei um mehr als das Dreifache auf 2,86 Mrd. EUR gestiegen. Die hohe Effizienz des Hauses unterstütze den Ergebnistrend: CIR bei 54,5%; bei der HVB liege sie bei 47,6%.
Der Turnaround auf Nettobasis sei angesichts hoher Wertberichtigungen und Risikovorsorge noch nicht nachhaltig. Er sei maßgeblich im Wege des guten Kapitalmarktumfeldes zustande gekommen. Der ROE liege weiterhin bei 4,0% und sei damit nicht zufriedenstellend. Die Kernkapitalquote erhöhe sich dank der Mittelzufuhr auf etwa 8,4% von zuletzt 7,55% (6,00% per Ende 2008). Dies sei aktuell zwar ausreichend, aber bei einer Verlangsamung der wirtschaftlichen Erholung sei dies nicht komfortabel. Die Risiken aus dem großen Kreditbuch, vor allem in Mittel- und Osteuropa, seien nach wie vor nicht zu unterschätzen. In Osteuropa bleibe die Lage allgemein schwierig.
Der Turnaround sei eingefädelt, obwohl die moderate Konjunktur noch ihren Tribut fordern könnte.
Die Analysten der SEB bewerten die UniCredit-Aktie mit "hold". Das Kursziel sei um den Bezugsrechtsabschlag von 2,60 auf 2,50 angepasst worden. (Analyse vom 13.01.2010) (13.01.2010/ac/a/a) Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
|
 |
|
|
 |
|
|
| |
|