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Datum/Zeit |
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2,25 € |
-0,092 € |
-4,09 % |
24.04/17:35 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| FR0000127771 |
591068 |
- € |
- € |
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Vivendi kaufen 09.12.2009
Oldenburgische Landesbank
Oldenburg (aktiencheck.de AG) - Christoph Siebecke, Analyst der Oldenburgischen Landesbank stuft die Vivendi-Aktie (ISIN FR0000127771 / WKN 591068) mit dem Rating "kaufen" ein.
Die wichtigsten Geschäftseinheiten des französischen Kommunikations- und Medienkonzerns Vivendi seien die Sparten SFR (Société Francaise de Radiotéléphone = Mobilfunk), Universal Music (Musiklabel), CANAL+ Group (Pay-TV), Maroc Telecom Group (Telekom Marokko) und Activision Blizzard (Computerspielehersteller). Nach den ersten neun Monaten 2009 habe der Konzern insgesamt positive Ergebnisse präsentieren können. So seien die Gesamtumsätze um 9,8% gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 19,5 Mrd. Euro gestiegen. Im dritten Quartal seien die Umsätze aber um 2,5% auf 6,35 Mrd. Euro (Vorjahr 6,5 Mrd. Euro) zurückgegangen.
Beeindruckend sei hingegen die Entwicklung des Gewinns vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf den Firmenwert, hier habe Vivendi auf Septemberbasis einen Anstieg von 10,3% auf 4,25 Mrd. Euro verzeichnen können. Nach Divisionen betrachtet sei Universal Music sehr schwach gewesen (Rückgang des Betriebsergebnisses um 34,1%). Der Rückgang sei aber durch die anderen Bereiche mehr als kompensiert worden. Dabei habe das Konzern-Schwergewicht SFR beim Betriebsergebnis um 1% auf 2,99 Mrd. Euro zugelegt. Dieser Anstieg sei dabei hauptsächlich auf die Bereiche Internet und Prepaid zurückzuführen, deren Umsätze um 45,9% auf 2,79 Mrd. Euro angestiegen seien.
Die beste Entwicklung in 2009 sei allerdings von der Sparte Computerspiele gekommen. Activision Blizzard habe den Umsatz dank der Weiterführung der schon langfristig erfolgreichen Konsolenspiele um 216% auf 1,98 Mrd. Euro und das Betriebsergebnis um das Zwölffache auf 406 Mio. Euro steigern können.
Für die Zukunft baue Vivendi strategisch wichtige Geschäftsfelder weiter aus. So habe sich der Konzern kürzlich für 4,8 Mrd. Euro 37,9% der stimmberechtigten Aktien am brasilianischen Telekomunternehmen GVT gesichert. Für weitere 19,6% halte Vivendi Kaufoptionen und sichere sich somit den Zugang zum größten Telefonmarkt Südamerikas. Über GVT erwarte Vivendi zusätzliche 600 Mio. Euro Umsatzerlöse. Auch an CANAL+ habe Vivendi seinen Anteil um 9,9% auf 74,9% erhöht und plane hier mittelfristig die vollständige Akquisition.
Vivendi habe sich unter der Führung seines CEO Bernard Lévy in den letzten Jahren strategisch neu positioniert. Nach dem Zukauf bei GVT habe sich Vivendi auch den Zugang zum lukrativen, südamerikanischen Markt gesichert. Weiter habe man den verbliebenen NBC Anteil für 5,8 Mrd. Euro verkaufen können, wodurch die GVT Übernahme nun leichter zu schultern werde. Der Verkaufspreis habe am oberen Ende der erwarteten Spanne gelegen.
Für die Zukunft sei gerade aus dem Bereich der Computerspiele mit weiterem Wachstum zu rechnen, da zum einen die Spielergemeinschaft weiter wachse und auch die Anzahl der verfügbaren Spielekonsolen weiter zunehme, auf denen dann wiederum die von Vivendi vertriebenen Games zum Einsatz kommen würden. Auch im Bereich des Mobilfunks gehe Vivendi neue Wege, indem sowohl in afrikanischen Ländern als auch in Südamerika neue Geschäftsbereiche aufgebaut würden.
Die Analysten der Oldenburgischen Landesbank steigen in die Vivendi-Aktie ein. (Analyse vom 09.12.2009) (09.12.2009/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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