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Petroplus unter der Lupe 22.12.2009
DaxVestor
Gerbrunn (aktiencheck.de AG) - Die Experten vom "DaxVestor" nehmen die Aktie von Petroplus (ISIN CH0027752242 / WKN A0LEKR) unter die Lupe.
Der Petroplus-Konzern mit Sitz in Zug in der Schweiz sei einer der größten markenunabhängigen Raffineriekonzerne und Großhändler für Erdölerzeugnisse in Europa. Das Unternehmen mit Produktionsanlagen in Frankreich, Deutschland, der Schweiz und Belgien stehe seit einiger Zeit wegen der niedrigen Rohölpreise unter Druck. Ein sehr schwaches drittes Quartal, das allerdings auch durch Sondereffekte belastet worden sei, unterstreiche das äußerst schwierige Fahrwasser, in dem sich die Gesellschaft behaupten müsse. Nichtsdestotrotz gelte Petroplus als Aktie mit großem Potenzial.
Im dritten Quartal habe der Konzern einen Reinverlust in Höhe von 259,4 Mio. USD verbuchen müssen. In den ersten neun Monaten 2009 habe sich damit ein Verlust von 65,7 Mio. USD angesammelt. Dramatisch würden die Umsatzrückgänge anmuten. Im dritten Quartal habe der Umsatz 4,34 Mrd. USD nach 8,45 Mrd. USD im Vorjahresquartal betragen.
Das schwache Ergebnis wäre zwar erwartet worden, jedoch hätten die Zahlen sogar die Befürchtungen der meisten Pessimisten übertroffen. Allerdings habe es eine hohe Wertberichtigung und Sondereffekte gegeben, die zu diesem Ergebnis beigetragen hätten. So habe im August ein Pipelinebruch bei Arles in Frankreich für Ärger gesorgt. Zwei Raffinerien hätten daraufhin ihren Betrieb einstellen müssen. Um aus dieser Situation das Beste zu machen, habe Petroplus anstehende Wartungsarbeiten vorgezogen, die ansonsten im zweiten Quartal 2010 fällig gewesen wären. In der letzten Dezemberwoche sollten die beiden Anlagen wieder in Betrieb gehen.
Überkapazitäten hätten in den letzten Monaten zu einem anhaltenden Margendruck geführt. Diese Zeit könnte bald vorüber sein, zumal viele Produzenten Raffinerien stillgelegt oder geschlossen hätten. Im nächsten Jahr könne daher auch bei Petroplus mit einer Margenverbesserung gerechnet werden, auch weil in den USA die Nachfrage nach Diesel gestiegen sei. Das sorge für einen sinkenden Exportdruck und damit für eine Verbesserung der Marktstellung von Petroplus in Europa. Nach Meinung der Analysten von Goldman Sachs würden die Margen 2010 zudem vor allem von den wachsenden Preisunterschieden zwischen schwerem und leichtem Rohöl sowie Heizöl abhängen. Grund hierfür seien die wachsende Nachfrage und die anziehende Produktion der Opec-Staaten.
Merrill Lynch rechne 2010 vor allem im Bereich der für Petroplus wichtigen Dieseldestillate mit steigenden Margen. Petroplus dürfte stärker als die Mitbewerber hiervon profitieren. Dennoch gebe es auch Risiken, so zum Beispiel die hohe Verschuldung und die intransparente Unternehmensstruktur. Mit der Zusammenlegung des operativen Geschäfts in einen Geschäftsbereich unter Leitung von Chester Kuchta solle hiermit aufgeräumt werden. CEO Jean-Paul Vettier habe außerdem angekündigt, dass eine neue Organisationsstruktur "die großen versteckten Werte im Unternehmen" offenbaren solle. Gelinge Vettier der Befreiungsschlag, dürfte sich dies auch im Aktienkurs bemerkbar machen.
Petroplus ist auf aktuellem Kursniveau ein hochinteressantes, aber auch mit gewissem Risiko behaftetes Papier, so die Experten vom "DaxVestor". Es biete sich daher an, auf ein Bonuszertifikat zurückzugreifen und so einen Risikopuffer in das Investment einzubauen. (Analyse vom 22.12.2009) (22.12.2009/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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