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Citigroup volle Position halten 14.12.2009
Heibel-Ticker
Berlin (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "Heibel-Ticker" halten bei der Aktie der Citigroup (ISIN US1729671016 / WKN 871904) die volle Position.
Nachdem die Bank of America letzte Woche erfolgreich über eine Kapitalerhöhung (Aktienplatzierung) knapp 20 Mrd. USD eingenommen habe und zusammen mit liquiden Mitteln die 45 Mrd. USD TARP-Hilfe habe zurückzahlen können, habe nun auch die Citigroup Druck gemacht. Auch die Citigroup möchte sich gerne aus den Klauen der Regierung befreien.
Doch so einfach sei das bei der Citigroup nicht: Das Unternehmen habe zunächst 20 Mrd. USD und später nochmals 25 Mrd. USD TARP-Hilfen in Anspruch genommen. Die 25 Mrd. USD seien jedoch später in Aktien umgewandelt worden, sodass die US-Regierung nun knapp 30% der Anteile von Citigroup halte. Eine Kapitalerhöhung, die für die Rückzahlung der TARP-Hilfen erforderlich sei, würde dem Anteil der US-Regierung gleichzeitig schaden.
Denn eine Kapitalerhöhung sei stets "dilutive", also verwässernd. Wer also vor einer Aktienplatzierung 30% der Anteile gehalten habe, der besitze nach dieser eben nur noch weniger als 30%. Und sodann sei es fraglich, ob das neu eingezahlte Geld den Wert des Unternehmens erhöhe oder nicht. Im Falle der Citigroup sei es rechnerisch recht einfach: Es solle ein Darlehen zurückgezahlt werden, was wiederum kaum einen zusätzlichen Ertrag bedeuten könne. Es würden lediglich Zinslasten für die Zukunft vermieden.
Anleger wissen, dass die Experten von "Heibel-Ticker" der Ansicht sind, dass dieser Vorgang bei der Citigroup tatsächlich zu einer Aufwertung des Unternehmens führen würde und zwar um mehr als den eingenommenen Betrag. Denn nicht nur die eingesparte Zinslast sei positiv, sondern auch die zurückgewonnene Freiheit, Entscheidungen auf den Finanzmärkten ohne den Einfluss der US-Regierung treffen zu können, sei viel wert. Dies lasse sich aber schwer in Formeln ausdrücken und so habe die US-Regierung mit der Genehmigung der Rückzahlung gezögert.
Aktuell sei das ursprünglich 25 Mrd. USD-Aktienpaket der US-Regierung knapp 30 Mrd. USD wert. Ein stolzer Gewinn für die kurze Zeit, die das Geld verliehen worden sei. Zusätzlich seien natürlich Zinszahlungen auf den gesamten Betrag von 45 Mrd. USD vereinbart. Doch US-Regierung und Citigroup würden diskutieren, ob der Finanzmarkt eine weitere so große Aktienplatzierung werde aufnehmen können. Die Citigroup habe nun den Plan veröffentlicht, bis nächste Woche ebenfalls Aktien im Wert von 20 Mrd. USD zu platzieren. Damit würden dann die 20 Mrd. USD TARP-Hilfe zurückgezahlt werden.
Doch im Anschluss stünde noch der Verkauf der aktuell 30% Anteile der US-Regierung an der Citigroup auf dem Plan und abgesehen von dem oben aufgeführten Verwässerungseffekt fürchte die US-Regierung sodann, ob der Markt so viel Citigroup-Aktien überhaupt werde aufnehmen können. Nach den 20 Mrd. USD für die Aktienplatzierung der Bank of America würden weitere 20 Mrd. USD Aktienplatzierung der Citigroup folgen und erst dann würden die ca. 30 Mrd. USD Aktien der US-Regierung neue Käufer suchen. So aussichtsreich die Aktien der Citigroup aus sein möchten, irgendwo müsse man auch die Kapazität der Finanzmärkte berücksichtigen. Man könne sich auch an Kaviar überfressen.
Die US-Regierung und die Citigroup müssten eine Lösung finden, denn der Staat solle kein Bankgeschäft betreiben und die TARP-Hilfen seien nur als kurzfristige Unterstützung gedacht gewesen. Doch je nachdem, wie die Lösung aussehe, könne es durchaus nochmals passieren, dass der Kurs weiter unter Druck gerate.
Ursprünglich hätten die Experten von "Heibel-Ticker" eine schnellere Einigung erwartet, dieser Zug war jedoch Mitte November abgefahren. Nun komme es zu einer komplizierten Transaktion, die, wie gesagt, die Aufnahmekapazität des Finanzmarktes strapazieren könnte. Für die Altaktionäre werde das eine Phase sein, in der seine Nerven strapaziert würden. Für diejenigen, die noch nicht investiert seien, sei das eine hervorragende Gelegenheit, eine Langfristposition aufzubauen, denn unterm Strich würden die Experten bei ihrer Einschätzung bleiben, dass die Aktien der Citigroup bis Ende 2010 ein Verdopplungspotenzial hätten.
Derzeit notiert der Kurs der Citigroup-Aktie am unteren Nachkauflimit, die Experten von "Heibel-Ticker" halten die volle Position. (Ausgabe 48 vom 11.12.2009) (14.12.2009/ac/a/a) Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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