|
 |
|
| |
|
 |
| Kurs |
Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
| - |
- |
0 |
0 % |
/ |
| |
| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
|
|
- |
- |
| |
|
|
| |
|
|
| |
UBS "hold" 08.12.2009
SEB
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der Analyst der SEB, Manfred Jakob, stuft die UBS-Aktie (ISIN CH0024899483 / WKN UB0BL6) mit "hold" ein.
Das Unternehmen habe am 03.11.2009 die Q3-Zahlen präsentiert. Der Nettoverlust habe sich auf 564 Mio. CHF und vor Steuern bei 593 Mio. CHF belaufen. Nach Bereinigung des Vorsteuerverlustes um buchhalterische Sonderfaktoren (Wertberichtigungen auf eigene Schuldtitel, auf die verkaufte Pactual und der gewandelten Pflichtwandelanleihe) von insgesamt 2,15 Mrd. CHF ergebe sich ein operativer Gewinn vor Steuern von 1,56 Mrd. CHF, der letztendlich eine weitere operative Verbesserung gegenüber Q2 aufweise.
Durch die weitere Rückführung von risikogewichteten Aktiva und den Verkauf der Pactual habe sich die Kernkapitalquote auf 15% verbessert (13,2% in Q2). Der Geldabfluss habe erneut nicht gestoppt werden können (insgesamt -36,6 Mrd. CHF). Die verwalteten Vermögen hätten sich Ende September auf 2,26 (Q2: 2,25) Mrd. CHF belaufen. Am 17.11.09 habe es einen Investorentag gegeben: UBS wolle bis spätestens 2014 zu alter Ertragsstärke zurückkehren. Dann sollten wieder bis zu 15 Mrd. CHF verdient, eine CIR von 65 bis 70% und ein ROE von 15 bis 20% erzielt werden. Am 26.11.2009 habe UBS bekannt gegeben, dass es über "ein kleines, aber nicht maßgebliches Engagement in Dubai" verfüge. Der Darlehensbestand aus Nahost/Afrika mache 1,4% am gesamten Bruttokreditengagement aus.
Die UBS werde neu ausgerichtet. Dabei stehe die Kundenfokussierung im Zentrum (u. a.) aller Maßnahmen. Die Ziele seien mittelfristig definiert (jüngst auf Investorentag, 17.11.). Operativ (unter Herausrechnen aller außerordentlichen Aufwendungen) hätten erste Erfolge verbucht werden können. Dies sei vor allem von einer Verbesserung der Performance bei Fixed Income, Currencies and Commodities (FICC) gespeist. Hier habe UBS vom verbesserten Kapitalmarktumfeld profitiert, aber auch bereits vom neu gestylten und stärker auf das Kundengeschäft ausgerichteten Investmentbanking. Die Kapitalbasis sei derzeit zufriedenstellend (Tier-1 bei 15%).
Negativ sehe man, dass in Q3 wieder hohe Wertberichtigungen hätten vorgenommen werden müssen. Die Enttäuschung sei, dass die Mittelabflüsse nach wie vor nicht gestoppt seien. Die Ereignisse um die Auslieferung von Kundendaten in die USA würden für Vertrauensverlust sorgen. Die Reorganisation des Investmentbankings sei zwar auf Kurs, doch die recht hohe Abhängigkeit von funktionierenden Kapitalmärkten sei nicht von der Hand zu weisen.
Die Mittelfrist-Ziele seien ambitioniert: Das Erreichen stehe so unter dem Vorbehalt "intakter" Kapitalmärkte (1), dass verlorenes Vertrauen relativ rasch zurückkehre (2), und nicht noch restriktiverer aufsichtsrechtlicher Auflagen (3). Die erhöhten EK-Anforderungen sollte UBS zukünftig durch einbehaltene Gewinne aufbringen können (dies im Wesentlichen wiederum abhängig von (1) und (2)). Hohe Sonderbelastungen seien in Q4 erwartet. Der operative Turnaround sei in der Spur. Doch der Weg zurück zu einer nachhaltig ertragsstarken Bank (wie vor der Krise) sei holprig und steinig.
Die Analysten der SEB bewerten die UBS-Aktie mit dem Rating "hold". Das Kursziel werde bei 17 CHF gesehen. (Analyse vom 08.12.2009) (08.12.2009/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
|
 |
|
|
 |
|
|
| |
|