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Kellogg riskante Strategie 30.04.2002
Investor-Village
Den Analysten von "Investor-Village" zufolge erkauft sich die Kellogg Company (WKN 853265) Wachstumsraten mit einer riskanten Strategie.
Das Unternehmen bezeichne sich selbst als den weltweit führenden Hersteller von Cereals. Laut Hoover’s nehme Kellogg allerdings mit 31 Prozent Marktanteil in den USA den zweiten Rang ein. Die Nr. 1 sei demnach General Mills mit seinen Marken Cheerios und Chex (Umsatz 2001: 7,1 Mrd. US-Dollar). Kraft Foods (33,9 Mrd. US-Dollar) sei mit seiner Nabisco-Sparte Nr.1 im Markt für Kekse und Cracker in den USA. Ein weiterer bedeutender Konkurrent sei PepsiCos Sparte Quaker Oats.
Die Konsolidierung im Einzelhandelssektor mache sich auch bei Kellogg bemerkbar. Der bedeutendste Kunde, Wal-Mart, habe einen Umsatzanteil von 11 Prozent.
Kellogg habe mit sinkender Nachfrage bei Frühstücksprodukten zu kämpfen. Im März 2001 habe das Unternehmen den Keks- und Crackerhersteller Keebler hinzugekauft. Das Unternehmen sei mit einer Nettomarge von 6,4% bei einem Umsatz von 2,76 Mrd. US-Dollar profitabel. Der operative Cash Flow habe 2000 rund 243 Mio. US-Dollar betragen. Diese Kennzahl gebe die Finanzmittel an, die ein Unternehmen aus eigener Kraft erwirtschafte. Keebler nehme den zweiten Rang im Markt für Kekse und Cracker in den USA ein.
Kellogg habe in der vergangenen Woche starke Quartalszahlen veröffentlicht. Der Umsatz sei von 1,47 Mrd. US-Dollar um über 40 Prozent auf 2,06 Mrd. US-Dollar gestiegen. Im ersten Quartal 2001 habe Keebler noch nicht zum Kellogg-Konzern gehört. Auf vergleichbarer Basis sei der Umsatz um 4,4 Prozent gestiegen. Der Gewinn habe von 84 Mio. US-Dollar auf 153 zugelegt. Der Cash Flow sei um 264 Prozent auf 288 Mio. US-Dollar gestiegen. Chairman und CEO Carlos M. Gutierrez setze als wichtiges Ziel weiterhin die Generierung hoher Cash Flows an, um die Schulden zu reduzieren.
Kellogg habe sich immens verschuldet um die Keebler-Transaktion im Wert von 4,56 Mrd. US-Dollar vorzunehmen. Die langfristigen Schulden seien von 0,71 auf 5,6 Mrd. US-Dollar gestiegen. Die Zinskosten hätten sich um das Zweieinhalbfache auf 352 von zuvor 138 Mio. US-Dollar erhöht.
Kelloggs Eigenkapitalquote habe in den vergangenen Jahren mit durchschnittlich 17 Prozent ohnehin sehr niedrig gelegen. Die Schuldenaufnahme habe die Kennzahl noch weiter auf 8,4 Prozent gedrückt. Dadurch sei es Kellogg möglich, eine Eigenkapitalrendite von über 54% auszuweisen. Das Unternehmen nutze den sogenannten Leverage-Effekt (Hebel-Effekt). Die Eigenkapitalrendite lasse sich durch die Aufnahme von Schulden erhöhen, solange die Gesamtkapitalrendite über den Zinsen des Fremdkapitals liege.
Die Strategie sei riskant, da sich der Effekt umkehren könne: Sollte die Gesamtkapitalrendite unter den Fremdkapitalzins fallen, "fressen" die Zinskosten den Gewinn und die Eigenkapitalrendite sinkt, so die Analysten von "Investor-Village".
Analysten würden für das Jahr 2002 einen Gewinn pro Aktie von 1,73 US-Dollar erwarten. Im vergangenen Jahr habe diese Zahl bei 1,16 US-Dollar gelegen. Laut First Call würden Analysten für die kommenden 5 Jahre mit einem Wachstum von durchschnittlich 9 Prozent p.a. rechnen.
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