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ING Groep "strong buy" 30.11.2009
SEB
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Manfred Jakob, Analyst der SEB, stuft die ING-Groep-Aktie (ISIN NL0000303600 / WKN 881111) mit "strong buy" ein.
Bei ING Groep finde eine umfassende Reorganisation statt und es sei eine Kapitalerhöhung angekündigt worden: Auf Geheiß der EU-Kommission werde sich ING aufspalten. Insgesamt werde sich ING bis 2013 von allen Versicherungs- und Kapitalanlagegesellschaften trennen. Ferner stünden das Direktbankgeschäft in den USA und weitere kleinere Sparten zur Disposition. Dabei solle die Staatshilfe von 10 Mrd. EUR in zwei Schritten zurückgezahlt werden.
Der Turnaround in Q3 habe sich in nahezu allen Zahlen gezeigt. Beim Vorsteuerergebnis habe ING 861 Mio. EUR nach einem Minus von 712 Mio. EUR im Vorjahr erwirtschaftet. Beim Nettogewinn habe ING 778 Mio. EUR nach -568 Mio. EUR im Vorjahr beziehungsweise 229 Mio. EUR in Q2/2009 erreicht. Beide Bereiche hätten die Entwicklung getragen. Im Bankbereich habe ING netto 264 Mio. EUR erwirtschaftet (nach -25 Mio. EUR in Q2 beziehungsweise -101 Mio. EUR im Vorjahr). Im Versicherungsbereich habe sich gegenüber Q2 der Gewinn auf 514 Mio. EUR verdoppelt (Vorjahr -467 Mio. EUR).
Insgesamt habe ING dabei Wertberichtigungen in Höhe von 882 Mio. EUR verarbeitet. Aber auch die ersten Wertzuschreibungen bei zuvor wertlos gewordenen Wertpapieren seien eingefahren worden.
Im Rahmen der Kapitalerhöhung seien 1,768 Mio. neue Aktien zu 4,24 EUR/Aktie im Verhältnis 7 zu 6 ausgegeben worden. Dies habe einen Bezugsrechtsabschlag von rund 23% ergeben. Mit dem Erlös von rund 7,5 Mrd. EUR werde der Großteil der Staatsgelder von 10 Mrd. EUR zurückgezahlt.
In Q3 habe sich der operative Ertrags-Turnaround fortgesetzt. Er habe sich querbeet über nahezu alle Bereiche gezeigt. In nächster Zeit dürfte die kommende Restrukturierung des Konzerns im Vordergrund stehen, die ein einzigartiges Down-Sizing darstellen werde ("Back to Basics"). Im Wesentlichen sei dies eine Forderung der EU-Kommission, da ING Staatshilfe in Anspruch genommen habe. Dieses Down-Sizing führe zu einer deutlichen Bilanzverkürzung und schone die künftigen Kapitalanforderungen. Ferner werde die Komplexität des Konzerns markant verringert. Damit einhergehe eine enorme externe Kapitalzufuhr (Eigenmittel). Von einer weiteren Aufhellung der Kapitalmärkte dürften einige Geschäftsbereiche relativ stark profitieren.
In Q3 seien immer noch verhältnismäßig hohe Wertberichtigungen angefallen. Es bestehe die Gefahr, dass diese einzigartige Reorganisation nicht so zügig wie geplant über die Bühne gehe. In Q4 sei eine außerordentliche Belastung wegen Rückzahlung der Staatsgelder zu erwarten. Der gesamte Turnaround stehe weiterhin auf fragilen Beinen. Eine recht hohe Abhängigkeit von den Kapitalmärkten sei nicht von der Hand zu weisen.
Operativ sei bereits die "Wende" eingeleitet. Die nächsten Quartale dürften dennoch recht schwierig bleiben. Vieles hänge nun vom Erfolg der Refokussierung und Rekapitalisierung ab. Bei einem Anhalten des verbesserten Kapitalmarktumfelds gelinge der Turnaround einiges leichter.
Die Analysten der SEB bewerten die Aktie der ING Groep mit dem Rating "strong buy". Das Kursziel werde von 11,00 EUR auf 8,50 EUR gesenkt. Die Bezugsrechte sollten ausgeübt werden. (Analyse vom 30.11.2009) (30.11.2009/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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