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bwin kaufen 19.10.2009
TradeCentre.de
Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "TradeCentre.de" empfehlen die bwin-Aktie (ISIN AT0000767553 / WKN 936172) zu kaufen.
Der Wettanbieter sehe sich nach Ablauf des dritten Quartals auf gutem Wege, die Ziele für das Gesamtjahr zu erreichen. Das sage den Experten Co-CEO Norbert Teufelberger im Hintergrundgespräch. bwin erwarte in diesem Jahr Brutto-Gaming-Erträge von rund 435 bis 450 Millionen Euro sowie ein bereinigtes EBITDA von 110 Millionen Euro. Laut Teufelberger würden sich die jährlichen Abschreibungen auf circa 30 bis 35 Millionen Euro belaufen. Aufwendungen für Aktienoptionen würden mit acht bis zehn Millionen Euro zu Buche schlagen. Letztmalig in 2009 würden sowohl Einnahmen und Abschreibungen für den Verkauf von Bundesligarechten das Ergebnis beeinflussen - ein Effekt von zehn Millionen Euro.
Inklusive Finanzergebnis und Steuern würden Analysten mit einem Nettogewinn zwischen 45 und 50 Millionen Euro rechnen. Pro Aktie würde dies einem Gewinn von bis zu 1,40 Cent entsprechen. Zudem wollten die Wiener erstmals eine Dividende ausschütten. "Unser Ziel ist eine Quote von 30 bis 50 Prozent auf Basis des ausschüttungsfähigen Gewinns". Dieser könne vom erwähnten Konzerngewinn moderat abweichen. Eine Ausschüttung von mindestens 60 Cent je Aktie sollte dennoch drin sein.
Für die Zukunft habe sich Teufelberger sehr zuversichtlich gezeigt. Treiber des künftigen Wachstums seien regulatorische Öffnungen von Märkten. Staaten seien klamm und könnten über Online-Wettanbieter die Staatskasse auffüllen. Wettanbieter würden ihr Modell weitestgehend offshore betreiben und die Länder würden in die Röhre schauen.
"Wir wollen onshore und mit denn verschiedenen Regierungen und Verwaltungen eng zusammenarbeiten. Immer mehr Länder zeigen hohes Interesse und sind bereut ihre Märkte unter strengen Auflagen zu öffnen", so Teufelberger. Er nehme dafür in Kauf, regionale Glücksspielsteuern zu zahlen. "Wir können auf der anderen Seite Aufwendungen für Marketing einsparen und höheres Wachstum generieren. In der Summe profitieren wir trotz höherer Steueraufwendungen und vor allem die Konsumenten von einem breiteren Angebot", erkläre der Co-CEO. Bislang würden rund 30 Prozent der Erlöse in Werbung gesteckt. Die Zahl könnte sich dann auf circa 20 Prozent reduzieren.
Jüngst habe sich bwin in Italien einen Poker- und Wettanbieter gekauft. Für Gioco Digitale seien rund 100 Millionen Euro bezahlt worden. 2,3 Millionen in Aktien, die zwischen sechs und 24 Monate gesperrt seien, sowie bis zu 50 Millionen Euro in Cash. Das 6,5-fache EBITDA sei für die Übernahme nicht zu teuer. Die Italiener hätten nämlich den Markt für allerlei Online-Glücksspiele geöffnet und seien heiß auf die daraus fließenden Steuergelder. "Italien wird durch die Übernahme und die Regulierung in 2010 unser wichtigster Markt". Nach rund 40 Millionen Euro Erträgen in diesem Jahr solle das Land in 2010 rund 150 Millionen Euro zum Umsatz beisteuern. "Wir rechnen aufgrund der Einführung von neuen Produkten mit einem dynamischen Wachstum".
Weitere Länder würden sich anschließen. Die Öffnung Dänemarks und Frankreichs stehe vor der Tür. Auch dort wolle bwin dann stark investieren. "Der Markt wird sich sehr schnell bewegen und der zusätzliche Appetit auf Steuern ist groß. Ich erwarte zumindest auch eine Teilöffnung des deutschen Marktes auf mittlere Sicht. Die Diskussionsbereitschaft steigt, sodass dass wir dort auch regional reguliert und kontrolliert Online-Poker sowie Sportwetten anbieten könnten", sage Teufelberger.
Für das Jahr 2010 stelle der Firmenlenker ein dynamisches Wachstum in Aussicht. "Analysten erwarten hohes Wachstum". Die Brutto-Gaming-Erträge dürften die Marke von 600 Millionen Euro erreichen. Das entspreche einem Zuwachs von mehr als 30 Prozent. Die EBITDA-Marge könnte dann zwischen 20 und 30 Prozent liegen. Mehr habe er sich nicht entlocken lassen. Eine konkrete Prognose für das kommende Jahr solle Mitte November präsentiert werden. "Schaue ich mir die Erwartungen der Analysten für 2010 an, sollten wir niemanden enttäuschen".
Nach den Schätzungen der Experten könnte ein EBITDA von bis zu 150 Millionen Euro eingefahren werden. Netto könnten bis zu 80 Millionen Euro verdient werden oder circa 2,20 Euro Gewinn je Aktie. bwin stehe somit vor einem immensen Gewinnschub. Analysten würden bisher lediglich mit einem EBITDA von 120 Millionen Euro rechnen. Offensichtlich müssten die Aussichten nach der Übernahme noch eingearbeitet werden.
Neben organischem Wachstum setze bwin auch in Zukunft auf Übernahmen. "Wir werden die Schlagzahl tendenziell erhöhen. Unsere nächste Übernahme wäre sicherlich deutlich größer als der Zukauf in Italien", sage den Experten der Vorstand. Eine Fusion unter der Regie der Österreicher sei nicht ausgeschlossen. Eine Übernahme in UK habe zum Beispiel Charme. "Die Konsolidierung in unserer Industrie wird sich fortsetzen. Wir wollen eine aktive Rolle einnehmen". Finanziert werden sollten die Zukäufe im Wesentlichen durch die Ausgabe von Aktien respektive Aktientauschs. Der Cashaufwand werde gering sein, weshalb Teufelberger auch keine Barkapitalerhöhung plane. Wegen der starken Cashflows habe bwin nichtsdestotrotz reichlich Bargeld auf der Bank. Selbst nach der Übernahme dürfte das Nettoguthaben zwischen 70 und 80 Millionen Euro liegen.
Die nunmehr 35,3 Millionen Aktien würden einen Börsenwert von knapp 1,2 Milliarden Euro repräsentieren. Das KGV für 2010 liege bei 14. Das sei angesichts des Wachstums und der guten Cashflows nicht zu teuer. Das Papier habe sich in den letzten Monaten schon sehr gut entwickelt. Zu spät sei ein Einstieg noch nicht. bwin stehe so gut da wie nie zuvor.
Die Experten von "TradeCentre.de" raten zum Kauf der bwin-Aktie. Durch das Überschreiten der Milliardengrenze im Börsenwert öffne sich die Aktie auch für größere Investoren. Dies und eine starke Prognose für 2010 sollte dem Papier weiteres Momentum verleihen. (Analyse vom 19.10.2009) (19.10.2009/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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