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Citigroup dabeibleiben 19.10.2009
Heibel-Ticker
Berlin (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "Heibel-Ticker" bleiben bei der Aktie der Citigroup (ISIN US1729671016 / WKN 871904) dabei.
Die durchschnittliche Erwartung der Analysten, die Citigroup in der Beobachtung hätten, sei ein Quartalsverlust von 0,38 USD gewesen. Am Donnerstag habe die Citigroup einen Quartalsverlust von 0,27 USD vermeldet. Das sei in den Augen der Experten viel besser als erwartet.
Doch wenn man sich die Kursgewinne der vergangenen Tage anschaue und dazu noch die Quartalsergebnisse von J.P. Morgan und Goldman Sachs sehe, dann könne man sich vielleicht vorstellen, dass hinter vorgehaltener Hand ein noch viel besseres Ergebnis erwartet worden sei. Die Banken hätten so fantastische Zahlen berichtet, dass die Erwartungen mit jedem Bericht weiter nach oben geschraubt worden seien, bis sie völlig losgelöst von der Realität einfach in die Traumwelt hätten verwiesen werden müssen. Und so sei nunmehr die Enttäuschung über das Quartalsergebnis der Citigroup zu sehen.
Die Zahlungsausfälle beim Kreditkartengeschäft seien deutlich zurückgegangen. Obwohl die Arbeitslosigkeit in den USA weiter ansteige, gehe die Ausfallquote bei Privatkrediten bereits zurück. Das sei eine Entwicklung, die sich mit herkömmlichen Argumenten nicht begründen lasse. Es sei eine positive Überraschung.
Direkt ausgegebene Hypothekenkredite würden ein Sorgenkind des Unternehmens bleiben. Noch immer gebe es eine Vielzahl von Hypothekenkrediten, deren Zinsvereinbarung auslaufe und neu verhandelt werde. Daraus würden einige Verteuerungen resultieren, die zu Zahlungsausfällen führen würden. Obwohl sich die Situation für die Häuslebauer stabilisiert habe (stabile Immobilienpreise, günstige Hypothekenkredite), gebe es noch immer eine hohe Anzahl an Kreditausfällen. Hier gelte also: Die Situation werde zwar nicht mehr schlimmer, aber von Besserung sei bei den Hypothekenkrediten der Citigroup auch noch nichts zu sehen.
Die exorbitanten Investmentgewinne, die Goldman Sachs und J.P. Morgan im abgelaufenen Quartal hätten einfahren können, seien mit dem traditionellen Bankgeschäft der Citigroup nicht zu erzielen.
Drastische Kosteneinsparungen hätten sich positiv auf das Ergebnis ausgewirkt. Die alte Citigroup habe aufgrund ihres Expansionswahns einen riesigen Wasserkopf aufgebaut, der nun, aufgrund der Konzentration auf das Kerngeschäft, verkleinert werden könne.
Enttäuschung habe es auch wegen des Ausbleibens von irgendwelchen Meldungen zum möglichen Ausstieg der US-Regierung als Großaktionär der Citigroup gegeben. Die Kernkapitalquote betrage 12,7% und sei damit auf einem Niveau, das den Ausstieg rechtfertigen würde. Dennoch habe es keine weiteren Hinweise zu diesem Thema gegeben.
Die Citigroup, einst die größte Bank unserer Welt, sei ein so komplexes Gebilde, dass die Experten Anlegern nicht einen detaillierten Quartalsbericht interpretieren könnten. Sie würden sich an die Bewertungen halten, die ihnen vertraute Quellen für fair ansehen würden, und nach möglichen Entwicklungen suchen, die noch nicht im Kurs enthalten seien. Und dazu gehöre natürlich der Ausstieg der US-Regierung.
Die bekomme für ihre 45 Mrd. USD TARP-Hilfe übrigens einen stolzen Zins: 0,25 von den 0,27 USD Verlust seien auf Zinszahlungen an die US-Regierung zurückzuführen. Mit anderen Worten: Ohne die TARP-Hilfe wäre die Citigroup mit ihrem langweiligen Bankgeschäft schon fast wieder profitabel.
Die Experten könnten verstehen, dass nach den Kursgewinnen der vergangenen Tage nunmehr die Gewinnmitnahmen im Vordergrund stünden. Natürlich schaue die Boulevardpresse zuerst auf die Kursreaktion, bevor die entsprechenden Zeilen aus dem Quartalsbericht gezogen würden: Aktie im Minus, also würden die negativen Aspekte publiziert.
Unterm Strich jedoch würden in fast allen Bereichen schrittweise Verbesserungen stattfinden. Die kritischen Immobilienbereiche seien zumindest stabil und mit der aktuellen Geschäftsstruktur sei die Citigroup schon wieder alleine überlebensfähig. In den Augen der Experten sei es also nur eine Frage der Zeit, bis die Unabhängigkeit vom Staat zurückgewonnen werde. Die Einnahmen dürften sich mit zunehmender Gesundung der Volkswirtschaft weiter verbessern.
Die Experten von "Heibel-Ticker" bleiben also bei der Citigroup-Aktie dabei und beachten ihre Kaufmarken: Erstkauf bei 3,20 Euro, Nachkauf bei 2,95 Euro - beides schon geschehen - und ein Abstauberlimit bei 2,60 Euro. Darauf würden sie noch warten. Nicht umsonst hätten sie die Citigroup inzwischen in das Langfristdepot übernommen. Sie würden mittel- und langfristig von deutlich höheren Kursen ausgehen und die Turbulenzen dieser Tage/Wochen zum Ausbau der Position nutzen. (Ausgabe 41 vom 16.10.2009) (19.10.2009/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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