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OMV kaufen


02.10.2009
Erste Bank

Wien (aktiencheck.de AG) - Thomas Unger, Analyst der Erste Bank, stuft die Aktie von OMV (ISIN AT0000743059 / WKN 874341) weiterhin mit "kaufen" ein.

In ihrem kürzlich veröffentlichten Oil & Gas Sektorreport würden die Analysten den österreichischen Energiekonzern als "Top Pick" unter den CEE-Öl- und Gasunternehmen bestätigen. Im derzeitigen Umfeld, in dem Raffineriemargen stark unter Druck stünden, hebe sich die OMV durch ihren starken Upstream-Bereich (Exploration und Produktion, E&P) und Wachstumspotenzial im Gassegment von anderen Unternehmen in der Region ab.

Während die Analystenerwartung eines weiteren Anstiegs des Ölpreises das E&P Segment weiter stärken sollte, würden sich die für heuer antizipierten, niedrigeren Produktionsmengen und der Downstream Bereich (Raffinerien), speziell die rückständigen Raffinerien in Rumänien (Petrom), belastend auf die derzeitige Profitabilität des Konzerns auswirken. Infolgedessen senke man die EBIT Schätzung für 2009 um 11%.


Mit einem möglichen Erwerb des 54%-Anteils der Dogan Holding an der türkischen Petrol Ofisi (OMV besitze derzeit 42%) plane das österreichische Unternehmen (neben CEE und SEE) eine dritte Basis in einem großen Wachstumsmarkt aufzubauen. Mit dem möglichen Bau von Raffinerien könnte Petrol Ofisi neben den Tankstellen auch ins Raffineriegeschäft einsteigen, wo bereits jetzt große Kapazitätsmängel in der Türkei bestünden.

Weiter spreche die geographische Lage für ein Engagement in der Türkei, da das Land auf der wichtigen Transitroute für Öl- und Gastransporte nach Europa aus dem Osten liege (auch Nabucco würde durch die Türkei laufen). Unter den Risiken würden sich das politische Risiko der Türkei und die Gefahr finden, bei der Akquisition des 54%-Anteils einen zu hohen Preis zu bezahlen. Obwohl über die Höhe des Kaufpreises für Petrol Ofisi bisher nur spekuliert werde, dürfte die OMV laut Medienberichten eine Kapitalerhöhung um EUR 800 Mio. vorbereiten.

Auch auf längere Sicht werde dem E&P-Segment weiterhin große Bedeutung zukommen, da steigende Produktionsmengen und ein erwarteter Anstieg des Ölpreises auf EUR 68/bbl im Jahre 2014 maßgeblich zum Gewinn des Konzerns beitragen sollten. Eine Erholung der Raffineriemargen und eine damit einhergehende, nachhaltige Ergebnisverbesserung im Downstream Bereich sehe man erst 2012.

Trotz der gesenkten Gewinnschätzung für dieses Jahr bleibt das Kursziel bei EUR 39, während der Blick auf die Peer Group die Kaufempfehlung für die Aktie von OMV bestätigt, so die Analysten der Erste Bank (Analyse vom 02.10.2009) (02.10.2009/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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