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voestalpine halten


21.08.2009
Erste Bank

Wien (aktiencheck.de AG) - Franz Hörl, Analyst der Erste Bank, stuft die voestalpine-Aktie (ISIN AT0000937503 / WKN 897200) mit "hold" ein.

Die Umsätze der voestalpine seien im ersten Quartal 2009/10 um 36,3% (die Analysten hätten -35,3% erwartet) auf EUR 2.074 Mio. gesunken, aufgrund ausgesprochen niedriger Nachfrage von fast allen Kundenindustrien. Einzig die Bahnsysteme Division habe erneut ihre defensiven Qualitäten unterstrichen, dank stabil guter Nachfrage nach Schienen und Weichensystemen.

Die Profitabilität sei auch gegenüber dem vierten Quartal 2008/09 weiter zurückgegangen, da in der Stahldivision die Quartalspreise hätten gesenkt werden müssen, sowie aufgrund rückläufiger Ergebnisse bei Böhler-Uddeholm und der Profilform Division. Auf Gruppenebene sei das Unternehmen beim EBIT mit EUR -24 Mio. (Vorjahr: EUR 358 Mio.) in die Verlustzone gerutscht und das Nettoergebnis nach Minderheiten habe -67,3 Mio. betragen.


Trotz des schwierigen Umfeldes gebe es einigen Grund für Optimismus. Die vergangenen Quartale seien in allen Divisionen von einem Lagerabbau geprägt gewesen. Da die Lager inzwischen, zumindest bei Karbonstahl, leer seien, müsse wieder zugekauft werden. Die Stahlpreise hätten inzwischen ihren Boden gefunden und würden sequenziell wieder steigen. Mit steigenden Preisen konfrontiert seien viele Kunden derzeit bemüht, ihre Lager zu noch möglichst günstigen Preisen wieder aufzufüllen. Im Juni sei daher die Stahlproduktion bei der voestalpine bereits deutlich erhöht worden und dieser Trend sollte weitgehend auch im zweiten Halbjahr 2009 anhalten.

Für 2010 berge dies die Gefahr von erneut zu hohen Lagerbeständen, allerdings sei dieser Umstand weitgehend bekannt und angesagte Katastrophen seien zumeist nicht so verheerend. Aus der Sicht der Analysten der Erste Bank sollte deshalb das erste Quartal 2009/10 das schlechteste im derzeitigen Zyklus bleiben. Für das zweite Quartal 2009/10 gehe das Management inzwischen von einem ausgeglichenen EBIT aus und im Gesamtjahr könnte sich sogar beim Nettoergebnis ein positives Vorzeichen ausgehen. Dieser Ausblick sei schon deutlich optimistischer als zuletzt. Auch die Gefahr einer Kapitalerhöhung sei derzeit deshalb nicht in Sicht.

Die Analysten der Erste Bank werden ihre Schätzungen in ihrem nächsten Report etwas anheben und erwägen deshalb auch ihr Kursziel und eventuell auch ihre "halten"-Empfehlung für die voestalpine-Aktie anzuheben. (Analyse vom 21.08.2009) (21.08.2009/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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