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Millennium Pharma. akkumulieren 15.04.2002
sunday-market
Dem langfristig ausgerichteten Anleger empfehlen derzeit die Analysten von "sunday-market" die Aktien von Millennium Pharmaceuticals (WKN 900625) zum Einstieg.
Durchschnittlich koste die Entwicklung eines Medikamentes etwa 800 Millionen US-Dollar. Doch 95 Prozent aller begonnenen Produktentwicklungen in der Biotech- und Pharmabranche würden fehlschlagen - meist in den letzten Phasen, wo ein Großteil des Geldes bereits ausgegeben worden sei.
Millennium habe sich das Ziel gesetzt, die Produktivität innerhalb von vier Jahren um 100 Prozent zu steigern und biete eine umfassende Plattform für alle Stufen der Medikamenten-Entwicklung an: von der Identifikation von Genen, die für Krankheiten verantwortlich seien, über die Entwicklung von Therapeutika und Diagnostika, bis hin zur pharmakogenomischen Beratung von Patienten ("Gene to Patient"-Programm). Schwerpunkte seien dabei Tumorerkrankungen, Entzündungen, Herzkreislauf- und Stoffwechselstörungen.
Mit Hilfe seiner innovativen Plattform habe Millennium in den letzten Jahren eine Vielzahl von Partnern finden und strategischen Allianzen schließen können, die dem Unternehmen insgesamt 2 Milliarden US-Dollar an Meilensteinzahlungen und Lizenzen einbringen würden. Zu den 20 Partnern würden u.a. Bayer, Aventis und Abbott Laboratories gehören, die sich auch an Millennium beteiligt hätten.
1993 als Forschungsunternehmen gegründet wäre Millennium von eigenen Produkten jedoch noch weit entfernt, wenn nicht während der letzten vier Jahre auch vier Übernahmen abgewickelt worden wären. Eine der erfolgreichsten sei die Akquisition von Leukosite gewesen. Ihr verdanke Millennium das 2001 zugelassene Leukämieprodukt Campath, als auch den großen Hoffnungsträger MLN341 (Krebsmedikament).
Vor kurzem habe Millennium nun zum bisher größten Schlag ausgeholt und den Konkurrenten Cor Therapeutics übernommen. Neben einer gut gefüllten Pipeline für die Bereiche Herz- und Kreislauferkrankungen und Krebs erhalte Millennium auch das Medikament Integrilin. Das Produkt werde zur Bekämpfung von Blutgerinnseln eingesetzt und solle in diesem Jahr einen Umsatz von 150 Millionen US-Dollar generieren. In der Pipeline würden sich nach der Übernahme nun insgesamt zehn Kandidaten befinden, die allerdings alle noch in einer frühen Phase der klinischen Testung stecken würden.
Millennium zähle heute schon zu den Big Playern im Biotech-Business. Einer Marktkapitalisierung von etwa 6,5 Milliarden US-Dollar und einem Umsatz von 400 Millionen US-Dollar in 2002 stehe allerdings ein voraussichtlicher Nettoverlust von 200 Millionen US-Dollar gegenüber. Auch für die folgenden Jahre würden roten Zahlen erwartet.
Millennium habe das umfassendste Programm aller in den letzten Jahren gegründeten Biotechnologie-Firmen. Konsequent würden neue Technologien zur Wirkstoff- und Wirkziel-Identifizierung entwickelt und eingeführt. Die eigene Pipeline sei genauso gut gefüllt wie die Kasse, die 1,5 Milliarden US-Dollar aufweise und ein gutes Polster für weitere Jahre intensiver Forschung oder vielversprechende Akquisitionen sei. Millennium habe damit Biotech-Phantasie pur. Der Anleger sollte allerdings einen Anlagehorizont von einigen Jahre mitbringen.
Das Rating der Analysten von "sunday-market" für Millennium lautet auf "akkumulieren".
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