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Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
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448,98 $ |
+45,54 $ |
+10,14 % |
17.04/21:59 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| US0537741052 |
A0KEE9 |
- $ |
- $ |
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Avis Budget unter der Lupe 14.08.2009
Geldanlage-Report
Gerbrunn (aktiencheck.de AG) - Die Experten vom "Geldanlage-Report" nehmen die Avis Budget-Aktie (ISIN US0537741052 / WKN A0KEE9) unter die Lupe.
Wer in den USA in den letzten Monaten versucht habe, ein Auto oder einen Van von Avis Budget zu mieten, der habe deutlich mehr bezahlen müssen als im letzten Jahr. Diese Mehrkosten hätte er aber locker wettmachen können, wenn er gleichzeitig ein paar Aktien der Autovermietung ins Depot gelegt hätte. Seit den Allzeit-Tiefs im März dieses Jahres habe die Aktie nämlich um kaum glaubliche 1.200 Prozent an Wert gewonnen.
Dabei handle es sich bei Avis Budget um keinen geringeren als den zweitgrößten Fahrzeugvermieter der USA. Die Experten vom "Geldanlage-Report" fragen sich aber, wie es möglich ist, dass das Unternehmen mitten in der Krise in der Lage ist bzw. war, die Preise zu erhöhen? Ganz simpel: Die Nachfrage durch Privatkunden im Freizeit-/Urlaubsbereich habe sogar zugenommen. Gleichzeitig sei die Flotte gezielt verkleinert worden, um dem Nachfrageausfall im Geschäftskundensegment Rechnung zu tragen.
Der Hintergrund: Viele US-Bürger würden dieses Jahr Urlaub im eigenen Land machen und das Mieten eines Autos sei häufig - trotz der Anhebung der Tarife - preislich immer noch sehr attraktiv. Das heiße: Im Privatsegment treffe die steigende Nachfrage auf ein kleiner werdendes Angebot. Durch den steigenden Mietpreis könne ein Teil der Ertragseinbußen werden.
Daher überrasche es auch nicht, dass die am Mittwoch veröffentlichten Quartalszahlen von Avis Budget zwar die Umsatzschätzungen der Analysten leicht verfehlt hätten, dafür aber unter dem Strich nur zwei Cent je Aktie statt wie prognostiziert 15 Cent je Aktie verloren habe. Damit zeige das Unternehmen, dass man sich auch in diesem Marktumfeld behaupten könne. Viele Investoren hätten das Avis Budget nicht zugetraut.
Ein weiteres Mittel, um die Gewinne kurzfristig kräftig zu steigern: Die Fahrzeugflotte werde einfach länger gehalten. Der operative Chef von Avis Budget, F. Robert Salerno, habe in der Analystenkonferenz Klartext gesprochen: "Solange die Autos gut aussehen, gut riechen und auch ansonsten nicht negativ auffallen, werden sie im Bestand gehalten." Gleichzeitig befinde man sich beim Kauf neuer Wagen in einer guten Verhandlungsposition, weil die Autobauer zuletzt unbedingt die auf Halde produzierten Fahrzeuge hätten loswerden wollen.
Nicht zu unterschätzen sei auch die Verbesserung der Finanzierungsbedingungen in den letzten Wochen. Autovermieter seien wegen des enormen Kapitalbedarfs zur Finanzierung der Fahrzeugflotte auf attraktive Kreditzinsen angewiesen. Das Risiko hoher Kosten für diese Kredite infolge restriktiverer Kreditvergabe durch die Banken sei zuletzt deutlich gefallen.
Avis Budget hat sich gesundgeschrumpft und ist für den Aufschwung gerüstet, so die Experten vom "Geldanlage-Report". Die hohe Schuldenlast bleibe jedoch nach wie vor ein Risikofaktor. (Analyse vom 14.08.2009) (14.08.2009/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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