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UniCredit "reduce" 11.08.2009
SEB
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der Analyst der SEB, Manfred Jakob, stuft die UniCredit-Aktie (ISIN IT0000064854 / WKN 850832) mit "reduce" ein.
Der Bank sei mit dem Q2 ein Turnaround gelungen: UniCredit habe mit den Zahlen zum zweiten Quartal überrascht und einen relativ hohen Überschuss von 490 Mio. EUR erwirtschaftet. Im Vorjahr habe die Bank allerdings noch 1,9 Mrd. EUR Gewinn vereinnahmt. Das zweite Quartal sei zwar erneut von sehr hohen Wertberichtigungen (2,4 Mrd. EUR) und einer höheren Risikovorsorge (155 Mio. EUR) gekennzeichnet gewesen. Doch operativ habe sich der Gewinn um 15,6% auf 3,9 Mrd. EUR verbessert.
Positiv habe sich die Cost/Income-Ratio (CIR) entwickelt, sie sei auf 53,7% zurückgegangen (nach 58,2% in Q1 beziehungsweise nach 59,5% im Vorjahresquartal). Nicht zufriedenstellend sei der ROE, der bei 4,2% (nach 14,0) liege. Zufriedenstellend demgegenüber sei wiederum das Niveau bei der Kernkapitalquote. Sie habe Ende Juni bei 6,85% und damit leicht höher als in Q1 gelegen.
UniCredit habe in Q2 beim Nettogewinn 10% mehr verdient als in Q1 und damit rund 13% über den Schätzungen gelegen. Auf operativer Basis sei der Gewinn um über 15% auf 3,9 Mrd. EUR gestiegen. Dies sei das höchste Niveau seit dem zweiten Quartal 2007. Die Verbesserung sei auf ein gutes Geschäft im Commercial Banking sowie auf eine deutliche Verbesserung im Handelsergebnis zurückzuführen.
Einen Turnaround habe es bei HypoVereinsbank gegeben: Das operative Ergebnis sei von 669 Mio. EUR im Vorjahr auf 1,7 Mrd. EUR im ersten Halbjahr geklettert. HypoVereinsbank habe von Verbesserungen beim Zinsüberschuss und einem deutlich positiven Handelsergebnis von 344 Mio. EUR profitiert. Die bekannt hohe Effizienz des Hauses unterstütze den Ergebnistrend. So liege die CIR bei 53,7% (nach 58,2% in Q1 beziehungsweise nach 59,5% im Vorjahresquartal).
Das Q2 sei erneut mit hohen Wertberichtigungen, Sonderkosten (Umbau) und gestiegener Risikovorsorge verbunden gewesen. Der ROE sei mit 4,2% nicht zufriedenstellend gewesen. Die Tier-1 liege bei 6,85%: Das sei zwar erstmal hinreichend, aber bei einem Anhalten der Rezession sei dies nicht komfortabel.
Bei einem Anhalten der Rezession dürften die Gewinne nochmals unter Druck geraten. In Osteuropa bleibe die Lage zunächst schwierig. Das Kreditbuch sei angespannt. Das HypoVereinsbank-Ergebnis sei in Q1 von Umbaukosten und einer kräftig gestiegenen Risikovorsorge für Kreditrisiken belastet gewesen. Bei der HypoVereinsbank sei die Nachhaltigkeit der Erholung weiter unter Beweis zu stellen.
Trotz diverser Unwägbarkeiten fasse die UniCredit dank ihrer breiten Aufstellung Tritt. Die Aktie sei auch eine Wette auf eine Konjunkturerholung in den Emerging Markets. Das Kursziel sei von 1,80 EUR auf 2,30 EUR erhöht worden, die Aktie sei derzeit aber nicht mehr günstig.
Die Analysten der SEB bewerten die UniCredit-Aktie mit dem Rating "reduce". (Analyse vom 11.08.2009) (11.08.2009/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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