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UniCredit "under review"


05.08.2009
SEB

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der Analyst der SEB, Manfred Jakob, nimmt die UniCredit-Aktie (ISIN IT0000064854 / WKN 850832) im aktuellen "AnlageFlash" kurzfristig "under review".

Die UniCredit habe mit den Zahlen zum zweiten Quartal überraschen können. Das Haus habe einen relativ hohen Überschuss erwirtschaftet. So habe UniCredit unter dem Strich 490 Mio. EUR verdient. Das seien knapp 10% mehr als in Q1 und knapp 60 Mio. EUR mehr gewesen als durchschnittlich erwartet worden sei. Vor einem Jahr habe die Bank allerdings noch 1,9 Mrd. EUR Gewinn erwirtschaftet. Dieses Quartal sei noch mal von sehr hohen Wertberichtigungen (2,4 Mrd. EUR) und einer höheren Risikovorsorge (155 Mio. EUR) gekennzeichnet gewesen.

Operativ habe sich der Gewinn aber um beeindruckende 15,6% auf 3,9 Mrd. EUR verbessert. Dies sei immerhin das höchste Niveau seit dem zweiten Quartal 2007. Die Verbesserung sei erneut auf ein verbessertes Geschäft im Commercial Banking sowie vor allem auf eine deutliche Verbesserung des Handelsergebnisses (Swing im Investmentbanking) zurückzuführen. Aber auch die bekannt hohe Effizienz des Hauses helfe gut mit. So liege die Cost/Income-Ratio bei 53,7% (nach 58,2% in Q1 bzw. nach 59,5% im Vorjahresquartal). Nicht zufriedenstellend sei der ROE, der bei 4,2% (nach 14,0) liege. Zufriedenstellend demgegenüber sei das Niveau bei der Kernkapitalquote. Sie habe Ende Juni bei 6,85% und damit leicht höher als in Q1 gelegen.


Die deutsche Tochter HVB habe im ersten Halbjahr die Kosten für den Konzernumbau und eine kräftig gestiegene Vorsorge für Kreditrisiken belastet. Unter dem Strich sei der Gewinn von 194 auf 145 Mio. EUR zurückgegangen. Im laufenden Bankgeschäft habe die HVB dagegen enorme Fortschritte verbucht. Das operative Ergebnis sei von 669 Mio. EUR im Vorjahr auf rd. 1,7 Mrd. EUR geklettert. Die Bank habe von Verbesserungen beim Zinsüberschuss und einem wieder deutlich positiven Handelsergebnis von 344 Mio. EUR profitiert. Wegen der gestiegenen Ausfallgefahr habe die HVB ihre Risikovorsorge im ersten Halbjahr von 256 Mio. EUR auf 969 Mio. EUR kräftig erhöhen müssen. Sorgen bereite der UniCredit weiterhin die angespannte Lage in Zentral- und Osteuropa. Doch dank der breiten Aufstellung der gesamten Gruppe könne die UniCredit wieder stärkere operative Gewinne erwirtschaften.

Aus Sicht der technischen Analyse hat die Aktie von UniCredit einen vorläufigen Aufwärtstrend ausgebildet, bei dem die untere Begrenzungslinie aktuell bei 1,78 EUR (wöchentlich steigend) verläuft, so Savas Demirtas, technischer Analyst der SEB. Mit dem erfolgreichen Ausbruch über den Widerstand bei 2,04 EUR rücke der Widerstand bei 2,58 EUR in den Blickpunkt. Von Seiten der mittelfristigen Overbought/Oversold-Indikatoren würden derzeit positive Impulse kommen. Zwar würden die Stochastiks ein ausgeprägtes Überkauft-Szenario signalisieren, seien jedoch wie der RSI noch aufwärts gerichtet.

Der Widerstand bei 2,58 EUR dürfte somit die nächste Zielmarke darstellen. Ein signifikanter Ausbruch über diese Marke sei indes im ersten Anlauf nicht zu erwarten, denn spätestens hier müsse die Aktie dem Überkauft-Szenario den Tribut zollen. Neuengagements könnten aufgrund des vorerst positiven Votums durchaus in Erwägung gezogen werden. Sollte es wider Erwarten zu einem Rücklauf und Durchbruch unter die Unterstützung bei 2,04 EUR kommen, müsse das gesamte positive Szenario relativiert werden. Davon sei derzeit jedoch nicht auszugehen.

Aus fundamentalen Gesichtpunkten überprüfen die Analysten der SEB derzeit die vorliegenden Gewinnprognosen und setzen die UniCredit-Aktie kurzfristig "under review". (Analyse vom 05.08.2009) (05.08.2009/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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