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Sanpaolo IMI halten


20.02.2002
Stadtsparkasse Köln

Die Analysten der Stadtsparkasse Köln bewerten die Aktie der Sanpaolo IMI S.p.A. (WKN 916898) als Marketperformer.

Nach der Fusion mit der Banca Gardine und der Übernahme der süditalienischen Großbank Banco di Napoli sei die Turiner Großbank Sanpaolo IMI, gemessen an der Bilanzsumme, die zweitgrößte Bank Italiens und nach der Börsenkapitalisierung die Nummer drei. Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit liege im Retail-Banking.

Der Gewinn von Sanpaolo IMI sei in 2001 nach vorläufigen Zahlen um 2,3% auf 1,2 Mrd. Euro zurückgegangen, was leicht oberhalb der Analystenerwartungen gelegen habe. Der HV werde für 2001 eine unveränderte Dividende von 0,57 Euro vorgeschlagen. Der Zinsüberschuss sei in 2001 um 3,1% auf 2,78 Mrd. Euro gestiegen, während der Provisionsüberschuss um 4,9% gesunken sei. Die Kundeneinlagen haben im vergangenen Jahr um 3,7 auf 108 Mrd. Euro zugelegt.

Sanpaolo IMI übernehme für 6,2 Mrd. Euro die deutlich kleinere Banca Gardine. Das Umtauschverhältnis betrage 1,795 Sanpaolo IMI-Aktien für eine Gardine-Aktie. Sanpaolo-IMI und Banca Gardine haben gemeinsam 7,6 Mio. Kunden, rund 2.800 Filialen, 42.000 Arbeitnehmer und eine Bilanzsumme von 213,6 Mrd. Euro. Damit werde Sanpaolo IMI die bisherige Nummer zwei UniCredito mit 206 Mrd. Euro knapp übertreffen und lediglich durch den Marktführer Banca Intesa BCI mit 339 Mrd. Euro übertroffen. Mit der Übernahme der Banca Gardine werde sich Sanpaolo IMI regional auf Norditalien, Bologna und Padua, auf Mittelitalien und auf Süditalien fokussieren. Im Gegensatz zur inländischen Konkurrenz sei keine Expansion im Ausland geplant. Die drei Banken werden auch in Zukunft unter ihrem eigenen Namen auftreten.


Durch die Übernahme der Banca Gardine sollen bis 2005 Synergien von jährlich 280 Mio. Euro realisiert werden. Die Aufwands-Ertrags-Relation solle bis 2005 von heute 65% auf 51% in 2005 und die EK-Rendite von heute 6,5% beziehungsweise 17% auf 21% verbessert werden. Die Zahl der Stellen solle im gleichen Zeitraum von 42.000 um 3.000 reduziert werden. Der Anteil des Massengeschäfts solle von heute 69% auf 78% wachsen, womit beispielsweise das Private-Banking an Bedeutung verlieren werde.

Sanpaolo IMI sei insbesondere im Mengengeschäft und im Lebensversicherungs-Geschäft sehr gut positioniert und verfüge über eine klare Wachstumsstrategie. Auch im Bereich der vermögenden Privatkunden und im Asset Management verfüge Sanpaolo IMI über eine gute Marktposition.

Der Vorstand betreibe eine offensive Wachstumsstrategie, die Europäisierung und Internationalisierung mit Schwerpunkt Osteuropa werde zügig umgesetzt. Im Zuge der Internationalisierung wolle Sanpaolo IMI die slowenische Banka Koper für circa 244 Mio. Euro übernehmen.

Mit der französischen Caisse des Depots et Consignations (CDC) sei eine strategische Allianz im Bereich Asset Management vereinbart worden, die später auf die Bereiche Versicherungen, eBanking und Immobilien ausgeweitet werden solle. Begleitet werde die Partnerschaft von einer Überkreuzbeteiligung. CDC erwerbe 2% an Sanpaolo IMI, die sich im Gegenzug mit 5% an der vor dem Börsengang stehenden CDC-Investmentbank CDC Ixis beteilige.

Durch die eingeschlagene Expansionsstrategie habe Sanpaolo IMI auf dem italienischen Markt eine starke Stellung eingenommen. Die Integration der Neuerwerbungen dürfte jedoch kurzfristig mit Reibungsverlusten verbunden sein. Kritisch sehe das Researchteam auch die Beibehaltung der föderalen Struktur und die Konzentration auf das Mengengeschäft.

Die Analysten der Stadtsparkasse Köln behalten ihre Einschätzung Marketperformer für Sanpaolo IMI bei.




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