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Lloyds TSB Group neutral


20.02.2002
Stadtsparkasse Köln

Die Aktie der Lloyds TSB Group plc (WKN 871784) ist für die Analysten der Stadtsparkasse Köln nur ein Marketperformer.

Die 1995 aus der Fusion zwischen Lloyds und TSB hervorgegangene drittgrößte britische Bank konzentriere sich auf das Retail-Banking, das Hypothekenbank- und das Versicherungsgeschäft. Durch die Übernahme von Scottisch Widows, dem sechstgrößten Lebensversicherer Großbritanniens, sei dem Konzern eine strategische Weiterentwicklung in Richtung Allfinanz gelungen.

Lloyds TSB habe in 2001 den operativen Gewinn um 6% auf 4,46 Mrd. GBP (Britisches Pfund) gesteigert, aufgrund von Sonderfaktoren sei der Vorsteuergewinn jedoch um 8% auf 3,5 Mrd. GBP zurückgegangen. Damit seien die Analysten-Erwartungen enttäuscht worden. Das Jahresergebnis sei durch eine um 28% auf 692 Mio. GBP deutlich erhöhte Risikovorsorge, Rückstellungen für Argentinien-Risiken und Restrukturierungskosten von 217 Mio. GBP für den forcierten Personal-Abbau und einer Neuordnung der EDV-Infrastruktur belastet worden. Darüber hinaus sei das Ergebnis durch Marktwertveränderungen von 648 Mio. GBP bei den Kapitalanlagen des übernommenen Versicherers Scottish Widows belastet worden.

Innerhalb der Retail-Aktivitäten sei der Ergebnisbeitrag des Retail-Banking um 18% auf 633 Mio. GBP gesunken, das Hypothekengeschäft und die Versicherungs-Aktivitäten haben ihr Ergebnis verbessern können. Die Wholesale- und Treasury-Aktivitäten haben einen Gewinnanstieg um 26% auf 937 Mio. GBP verzeichnet, während der Beitrag des Bereichs International Banking mit 444 Mio. GBP leicht zurückgegangen sei.

Mit einer EK-Rendite von 23,5% per Ende 2001 gehöre Lloyds TSB nach wie vor zu den profitabelsten Banken in Europa. Im laufenden Jahr solle die Zahl der Stellen um netto 3.000 abgebaut werden, wofür weitere 300 Mio. GBP an Restrukturierungs-Kosten anfallen werden. Das laufende Rationalisierungsprogramm solle ab 2004 jährliche Kosteneinsparungen von 600 Mio. GBP bringen.


Nach der am Widerstand der Wettbewerbsbehörden gescheiterten Übernahme der Abbey National suche Lloyds in Kontinentaleuropa nach geeigneten Übernahmekandidaten. Gerüchte, nach denen Lloyds und Deutsche Bank fusionieren wollen, seien allerdings von Lloyds dementiert worden.

Bei der erwarteten Konsolidierung der kontinentaleuropäischen Bankenlandschaft werde Lloyds TSB nach Aussagen des Chief-Executive Peter Ellwood eine aktive Rolle einnehmen und sich bietende Gelegenheiten energisch nutzen. Lloyds habe bereits mit zahlreichen Finanzdienstleistern auf dem Kontinent gesprochen.

Im Rahmen der bestehenden Produkt- und Vertriebsstrategie strebe das Unternehmen insbesondere die Erweiterung des Versicherungsgeschäfts sowie den Ausbau des Internet-Bankings an.

Mit der Übernahme der im Versicherungs- und Fondsgeschäft tätigen Scottish Widows, dem sechstgrößten Lebensversicherer Großbritanniens, für rund 8 Mrd. GBP habe Lloyds das Privatkundengeschäft deutlich stärken können. Die Synergieeffekte werden auf 60 Mio. GBP jährlich geschätzt.

Lloyds TSB sei im britischen Heimatmarkt gut aufgestellt und überzeuge durch im Branchenvergleich hervorragende Werte bei der EK-Rendite. Allerdings seien die Wachstumsmöglichkeiten in Großbritannien marktbedingt und aus kartellrechtlichen Gründen begrenzt und eine mögliche Akquisition in Kontinentaleuropa mit Risiken behaftet.

Das Researchteam der Stadtsparkasse Köln behält daher seine Marketperformer-Einschätzung für Lloyds TSB bei.




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