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Teleplan kaufen bis 70 Cent


01.07.2009
Der Börsendienst

München (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "Der Börsendienst" empfehlen den Kauf der Teleplan-Aktie (ISIN NL0000229458 / WKN 916980) bis 70 Cent.

Die letzten fünf Quartale seien umsatzseitig sehr stabil im Bereich jeweils 74 bis 77 Mio. Euro. gewesen. Während im ersten Halbjahr 2008 jeweils 4 Cent je Aktie Nettogewinn und im ersten Quartal dieses Jahres sogar 5 Cent zu Buche gestanden hätten, habe der Gewinn im dritten und vierten Turnus bei 2 bzw. 0 Cent gelegen. Teleplan habe als Grund für das schwache Ergebnis Kosten für die oben beschriebenen Schließungen von Niederlassungen sowie Probleme bei einem Kunden in USA, der Gläubigerschutz nach Chapter 11 habe anmelden müssen, angegeben.

Die Experten würden davon ausgehen, dass es im gestern zu Ende gegangenen zweiten Quartal solche Belastungen nicht gegeben habe und die Zahlen, die Ende Juli gemeldet würden, ähnlich ausfallen würden wie die des ersten Quartals und damit auch besser als im Vergleichsquartal des Vorjahres seien.

Beim Blick auf die Bilanz steche natürlich sofort die hohe Verschuldung ins Auge. Hohe Verbindlichkeiten seien nach wie vor ein Laster der Vergangenheit und hätten wie schon oben beschrieben im letzten Jahr alleine zu Zinsaufwendungen von fast 10 Mio. Euro geführt. Um diese Zinsen zahlen zu können und durch Schuldenabbau den Aufwand für die Zukunft zu verringern, müssten die Niederländer Cash erwirtschaften. Und das könne Teleplan beeindruckend: Der operative Cash-Flow habe im ersten Quartal bei über 5 Mio. Euro, im gesamten letzten Jahr bei 14 Mio. Euro gelegen.

Gerüchten aus Börsenkreisen zufolge solle Teleplan im abgelaufenen zweiten Quartal durch erwirtschaftete liquide Mittel sogar außerplanmäßig Bankverbindlichkeiten zurückgeführt haben. Würden sich diese bestätigen, dürfte das Zahlenwerk einen starken Cash-Flow ausweisen und damit die Sorgen der Marktteilnehmer hinsichtlich der Bilanz weiter abnehmen. Außerdem würden solche Tilgungen natürlich auch die Zinsbelastungen reduzieren und das Finanzergebnis deutlich verbessern.


Rechne man für das zweite Quartal konservativ mit einem Nettogewinn von 2,7 Mio. Euro (wie auf Vorjahresniveau) bzw. 4 Cent pro Aktie, dann stehe nach dem ersten Halbjahr ein Gewinn von 9 Cent. Mit Blick auf geringere Zinsbelastungen könnte man dieses Ergebnis im zweiten Halbjahr sogar noch steigern. Da man in den aktuell wirtschaftlich schwierigen Zeiten jedoch auch mal mit unerwarteten Problemen rechnen müsse, würden die Experten hier vorsichtig einen Gewinn von 7 Cent und damit auf Gesamtjahressicht 16 Cent schätzen. Beim aktuellen Kurs von 70 Cent ergebe sich daraus ein KGV von nur 4.

Da die Experten davon ausgehen würden, dass sich das Bilanzbild im Laufe des Jahres weiter verbessern werde, dürfte der Markt dem Unternehmen mit der Zeit ein höheres Kurs/Gewinn-Verhältnis zugestehen. Würden sie mit einem immer noch günstigen KGV von 7 rechnen, komme man auf einen Kursziel von 1,10 Euro. Ihre Annahmen seien dabei bewusst konservativ gehalten, so dass sie sich durchaus auch noch positive Überraschungen vorstellen könnten.

Wie den Experten der CEO Haug im Gespräch verraten habe, könne er sich gut "eine zweite große Welle des Outsourcing" vorstellen. Wie er ihnen berichtet habe, habe Teleplan aktuell so viele Anfragen von potentiellen Kunden wie lange nicht mehr. Er habe zwar gleichzeitig betont, dass es sich dabei bislang nur um Anfragen handeln würde, diese Tatsache ihn jedoch in seiner Annahme eines weiter starken Trends zum Outsourcing hin bekräftigen würde.

Das Analystenhaus von SES Research stufe Teleplan aktuell mit "halten", vergebe aber gleichzeitig ein Kursziel von 90 Cent. Sollten die Spekulationen der Experten eintreten, dürfte man sich auch bei SES Research über eine Änderung des Ratings Gedanken machen.

Alles in allem scheine Teleplan seine Hausaufgaben gemacht zu haben und nun nachhaltig profitabel zu wirtschaften. Durch den starken operativen Cash Flow dürfte sich das Bilanzbild weiter verbessern und damit auch den Nettogewinn weiter steigern lassen. Aufgrund der starken Marktstellung könnten sich die Experten bei Teleplan trotz Wirtschaftskrise weiteres Wachstum vorstellen. Gleichzeitig würden sie mit guten Zahlen des abgelaufenen zweiten Quartals rechnen. Sie würden ein erstes Kursziel auf Sicht von sechs Monaten bei 1,10 Euro sehen, den Stopp-Kurs würden sie bei 0,58 Euro setzen.

Das Kauflimit für die Teleplan-Aktie erhöhen die Experten von "Der Börsendienst" von bislang 68 Cent auf den aktuellen Kurs von 70 Cent. (Ausgabe 13 vom 01.07.2009) (01.07.2009/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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