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BENE unter der Lupe 12.06.2009
GBC AG
Augsburg (aktiencheck.de AG) - Der Analyst der GBC AG, Christoph Schnabel, nimmt die Aktie von BENE (ISIN AT00000BENE6 / WKN A0LCPZ) unter die Lupe.
Die BENE AG habe im abgeschlossenen Geschäftsjahr 2008/09 nach dem bereits vorangegangenen Rekordjahr 2007/08 einen weiteren Umsatzzuwachs um 5,1% auf 265,3 Mio. EUR vermelden können. Ausschlaggebend für diese Entwicklung habe sich neben der starken Expansion im Wachstumsmarkt Russland (+32,0% auf 39,8 Mio. EUR) und der erzielten Steigerung im Kernmarkt Deutschland (+7,5% auf 70,5 Mio. EUR) auch der Zuwachs im sonstigen Bereich (+21,0% auf 56,8 Mio. EUR) gezeigt, in dem sich vor allem osteuropäische Länder wie die Ukraine, Polen, Tschechien aber auch die Vereinigten Arabischen Emirate befinden würden.
Von der Finanzkrise unmittelbar betroffen habe sich hingegen das Geschäft in Großbritannien gezeigt, welches ein Rückgang von -38,0% auf 21,5 Mio. EUR zu verzeichnen gehabt habe. Der heimische Österreichische Markt sei indessen mit +2,0% auf 76,7 Mio. EUR stabil geblieben.
Aufseiten der Ergebnisentwicklung habe sich allerdings das EBIT vom sehr hohen Niveau aus dem Vorjahr um 25,0% auf 11,4 Mio. EUR reduziert. Dies entspreche einem Rückgang der EBIT-Marge von 6,0% auf 4,3%. Betrachte man dabei die EBIT-Margenentwicklung nach Segmenten, so bleibe festzustellen, dass insbesondere der britische (-3,6%) als auch der russische Markt (-5,1%) starke Rückgänge zu verzeichnen gehabt hätten.
Ein isolierter Blick auf das vorangegangene vierte Quartal zeige zudem, dass die Konzern EBIT-Marge nur mehr bei 0,8% gelegen habe. Im Vorjahr hätten noch 6,4% erzielt werden können. Diese Entwicklung sei dabei zum einen dem schwierigeren und preisintensiveren Marktumfeld geschuldet, zum anderen aber auch darin begründet, dass Personal- und Sachkosten 2008 im Rahmen des eingeschlagenen Expansionspfads nochmals deutlich angezogen hätten.
Der sich bereits im vierten Quartal 2008 angebahnte Margeneinbruch sollte nach Einschätzung der Analysten auch 2009 als Maßstab für die bevorstehende Entwicklung herangezogen werden. Insbesondere das margenstarke Geschäft in Osteuropa dürfte sich unter einem erwarteten BIP-Rückgang des russischen Bären von über 5% äußerst zurückhaltend entwickeln. Ein weiterer Rückgang der EBIT-Marge gegenüber dem letzten Quartal sei hier nicht auszuschließen.
Zur gleichen Zeit scheine die wirtschaftlich angespannte Situation in den beiden Kernmärkten Deutschland und Österreich ebenfalls keinen Optimismus aufkommen zu lassen. Die Analysten würden vor allem in diesen beiden Ländern, welche zusammen über 55% des Gesamtmarkts der BENE AG repräsentieren würden, mit einem enormen Umsatz- und Preisdruck rechnen. Als mögliche Folge würden sie unter anderem eine markante Beschleunigung des Konsolidierungsprozesses der immer noch sehr fragilen Branche sehen.
Die BENE AG stelle sich diesen Herausforderungen mit einer Sicherstellung der Liquiditäts- und Finanzlage. Hierfür sei 2009 eine Anleihe mit einem Volumen von 40 Mio. EUR auf fünf Jahre begeben und auf eine Dividendenzahlung in erwarteter Höhe von rund 5,0 Mio. EUR für das abgelaufene Geschäftsjahr verzichtet worden. Weiter sei im Rahmen eines Sozialplans beschlossen worden, bis Ende Juni die Belegschaft um rund 8,2% zu reduzieren. Zudem würden vorübergehend weitere 4% der Belegschaft freigestellt.
Diese Maßnahme in Verbindung mit einem bereits abgeschlossenen Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungsprogramm sollten die Auswirkungen des Marktdrucks partiell abfedern können. Zudem sollten sich für die BENE AG im Rahmen des erwarteten Konsolidierungsprozesses am Markt zahlreiche Chancen zum anorganischen Wachstum ergeben. Finanziell gerüstet habe das Unternehmen bereits bekundet, nach möglichen Übernahmezielen im Vertriebs- aber auch Produktionsbereich Ausschau zu halten.
Als klassischer Spätzykliker habe die BENE AG im abgeschlossenen Geschäftsjahr 2008/09 mit Ausnahme des britischen Marktes bisher nur im vierten Quartal einen deutlichen Einbruch des operativen Geschäfts gezeigt. Die Analysten würden allerdings erwarten, dass sich die Auswirkungen der weltweiten Wirtschaftskrise im laufenden Geschäftsjahr über alle Segmente erstrecken würden und würden daher sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis mit einem zweistelligen Rückgang rechnen. Nach dem starken Kursverfall der vergangenen Monate würden sie diese Entwicklung allerdings bereits deutlich im Aktienkurs eingepreist sehen.
Der Vergleich der aktuellen Marktkapitalisierung in Höhe von 31,7 Mio. EUR mit dem Eigenkapitalbestand zum 31.01.2009 in Höhe von 68,1 Mio. EUR zeige dies deutlich. Bereinigt um den Goodwill und latente Steuern ergebe sich ein überaus günstiges, bereinigtes KBV in Höhe von 0,54.
Auf Basis der soliden Finanzierung, die sowohl die Eigen- als auch die Fremdkapitalseite umfasst, zeigt sich die BENE AG aus der Einschätzung der Analysen der GBC AG für den bevorstehenden Konsolidierungsprozess bestens gerüstet. Die BENE AG sollte daher auf mittlerer Sicht gestärkt aus der aktuellen Entwicklung hervorgehen. (Analyse vom 12.06.2009, GBC Best of Buchwerte I.2009) (12.06.2009/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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