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UniCredit verkaufen 18.06.2009
Hamburger Sparkasse
Hamburg (aktiencheck.de AG) - Christian Hamann, Analyst der Hamburger Sparkasse, stuft die UniCredit-Aktie (ISIN IT0000064854 / WKN 850832) unverändert mit "verkaufen" ein.
UniCredit habe ihren Hauptsitz in Mailand und sei im Jahr 1998 durch die Fusion der Credito Italiano Group mit der Unicredito entstanden. 1999 seien zusätzlich zwei weitere Banken in Italien zugekauft worden. In Italien sei UniCredit gemessen an der Bilanzsumme die Nr. 2. Um den Fokus auf Gesamteuropa (Division "New Europe") auszurichten, seien weitere Zusammenschlüsse mit Banken, speziell in Osteuropa erfolgt. Um auch in den USA Marktanteile zu erringen, sei Pioneer Global Asset Management erworben worden. Zur Stärkung des Heimatmarktes Italien habe UniCredit 2003 das italienische Vertriebsnetz der holländischen ING Group übernommen. In 2005 sei die HypoVereinsbank erworben worden. Neben der Präsenz in Deutschland sei damit die Position in Österreich und Osteuropa deutlich verstärkt worden.
Nach den umfangreichen Kapitalmaßnahmen der vergangenen Monate sei das unmittelbare Risiko einer erneuten stark verwässernden Kapitalerhöhung gesunken. Stark eingetrübt hätten sich allerdings die mittelfristigen operativen Perspektiven des Konzerns. Die sehr schwache Konjunkturentwicklung im Winterhalbjahr 2008/09 in UniCredits Kernmärkten mache hohe Verluste im mehr als 600 Mrd. EUR umfassenden Kreditbuch immer wahrscheinlicher. Diese dürften sich im zweiten Halbjahr 2009, spätestens aber 2010, immer stärker im Zahlenwerk zeigen.
Die UniCredit-Aktie bleibt nach Ansicht der Analysten der Hamburger Sparkasse ein klarer Verkauf. (Analyse vom 18.06.2009) (18.06.2009/ac/a/a)
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