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UniCredit "reduce" 15.05.2009
SEB
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der Analyst der SEB, Manfred Jakob, stuft die UniCredit-Aktie (ISIN IT0000064854 / WKN 850832) mit "reduce" ein.
UniCredit habe zum Jahresauftakt unter dem Strich erwartungsgemäß infolge einer deutlichen Erhöhung der Risikovorsorge einen Gewinneinbruch um 58% auf 447 Mio. Euro hinnehmen müssen. Die Wertberichtigungen und die Risikovorsorge seien insgesamt um rund 1 Mrd. Euro auf 1,65 Mrd. Euro erhöht worden. Aber auf operativer Basis habe UniCredit zulegen können. Der operative Gewinn sei um 19% auf 2,74 Mrd. Euro geklettert; ggü. Q4'08 sei dies ein merklicher Anstieg von 44%. Dies sei auf positive Beiträge aus dem gesamten Commercial Banking und vor allem auch auf eine Verbesserung des Handelsergebnisses zurückzuführen. Die operativen Kosten seien ggü. Q4 um 6,4% gesunken. Die Cost/Income-Ratio (CIR) habe bei 58,2% gelegen (nach 64,2% in Q1'08), der ROE bei 4,0% (9,5%).
In Q1'09 habe UniCredit auf operativer Basis überzeugende Zahlen vorgelegt. Sie hätten per Saldo über den durchschnittlichen Prognosen gelegen. Im Vergleich zu Q1 habe UniCredit operativ stark zulegen können (+44%). Das gute Abschneiden in Q1 sei im Wesentlichen auf ein ordentliches Geschäft im gesamten Commercial Banking und einem Swing im Investmentbanking zurückzuführen. Die Emerging Markets (Bank Austria) hätten entgegen einiger Befürchtungen wesentliche Ergebnisbeiträge geliefert.
Auch sei der Turnaround bei HVB vollzogen worden: Der Gewinn habe sich auf 62 Mio. Euro belaufen ( -282 Mio. Euro). Die stets hohe Effizienz des Hauses habe den positiven Trend unterstützt. Die operativen Kosten seien im Jahresvergleich um insgesamt 6,4% gesunken. Die CIR sei mit 58,2% eines der niedrigsten im internationalen Vergleich.
UniCredit habe in Q1'09 in einigen Details aber nicht überzeugt. Der Turnaround gehe nicht in die Breite und sei wesentlich vom volatilen Investmentbanking getragen worden. Ein ROE mit 4,0% sei nicht zufriedenstellend. Außerdem liege die Tier-1 bei "nur" 6,38%. Die Stärkung der Kapitaldecke stehe somit erneut im Fokus. Die kommende Dividende könnte wiederum als Stockdividende erfolgen (der CEO habe für 2009 jedenfalls keine Bardividende versprochen). Als nächstes stehe die Emission von Genüssen an, die der italienische und österreichische Staat zeichnen sollten. Ferner könnte die Rezession die Gewinne stärker als erwartet belasten. Dies könnte zu einer Verschlechterung der Kreditqualität und Währungsverlusten führen. Zudem könnte der Provisionsüberschuss weiter zurückgehen (Q1: -25%). Bei der HVB sei die Nachhaltigkeit der Erholung noch unter Beweis zu stellen.
Trotz weiterer Erholungschancen würden die Analysten wegen den Unwägbarkeiten der Folgen aus der Rezession erst mal vorsichtig bleiben.
Die Analysten der SEB bewerten die UniCredit-Aktie mit "reduce" und passen das Kursziel von 1,10 auf 1,80 Euro an. (Analyse vom 15.05.2009) (15.05.2009/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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