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Medarex halten 25.03.2002
sunday-market
Die Analysten von "sunday-market" empfehlen derzeit die Aktien von Medarex (WKN 883040) zu halten.
Zur Zeit würden insgesamt zehn monoklonale Antikörper (MABs) zur Therapie am Menschen vermarktet. Eine wesentliche Schwierigkeit, warum bislang nicht mehr den Einsatz als Medikament gefunden hätten, liege letztendlich an ihrer Größe. MABs seien im Vergleich zu anderen Arzneistoffen riesige Moleküle, die - wenn sie als fremd erkannt würden -, Abwehrreaktionen des Körpers auslösen würden. Da MABs meist in Mäusen erzeugt würden, würden sie mäusetypische Strukturen tragen, die aufwendig entfernt und gegen solche ersetzt werden müssten, die für die Immunabwehr "unsichtbar" seien.
Für den Ersatz der mäusetypischen Anteile bei Antikörpern gebe es eine Reihe von Möglichkeiten. Medarex habe dafür bei Mäusen die eigenen Gene für die Antikörper-Produktion ausgeschaltet und gegen entsprechende humane Gene ersetzt. Die "humanisierten" Mäuse seien als UltiMab-Technologie patentiert worden. Dieses Verfahren gehöre zu den vielversprechendsten der Humanisierung von Antikörpern und bringe Medarex gut gefüllte Auftragsbücher.
Medarex verfüge über mehr als 30 Kooperationspartner, die entweder Lizenzen für eine selbst-ständige Nutzung der UltiMab-Technologie erworben oder aber die Entwicklung eines Antikörpers gegen ein vorgegebenes Zielmolekül beauftragt hätten.
Es scheine fast selbstverständlich, dass Medarex mit Hilfe seiner Technologie auch eigene Produkte auf den Markt bringen wolle. Die Pipeline für MABs, die gemeinsam mit Partnern oder allein vermarktet werden sollten, befinde sich jedoch noch im Aufbau. Zwei der Kandidaten würden sich in der dritten klinischen Testphase befinden: MDX-210 gegen Ovarcarcinome werde mit IDM und HuMax-CD4 zur Behandlung von Rheumatoider Arthritis mit Genmab entwickelt.
Im abgelaufenen Jahr habe Medarex 42,3 Millionen US-Dollar umgesetzt, die fast ausschließlich auf Vertrags- und Lizenzgebühren zurückzuführen seien. Für F&E seien 38,6 Millionen US-Dollar ausgegeben worden. Der Gesamtverlust habe sich 2001 je Aktie auf 0,04 US-Dollar nach einem Gewinn von 0,05 US-Dollar im vorangegangenen Jahr belaufen. Für 2002 und 2003 werde mit einer Ausweitung des Verlustes auf minus 0,44 US-Dollar und minus 0,61 US-Dollar gerechnet. Ein Sprung in die Gewinnzone könne nicht vor 2005 erwartet werden.
Medarex besitze ein gutes Cashpolster von 6,65 US-Dollar je Aktie, so dass Liquiditätsengpässe in nächster Zeit nicht zu befürchten seien. Dennoch - die Gewinne würden in zu weiter Ferne liegen, um fundamental zum Kauf dieser Aktie zu raten. Auch Phantasie stecke bereits in ausreichendem Maße im Kurs. Und schließlich gebe die Aktie auch charttechnisch nicht allzu viel her.
Die Analysten von "sunday-market" empfehlen dem langfristig und biotechorientierten Anleger die Aktie von Medarex zu halten - ansonsten gebe es interessantere Werte.
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