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Andritz übergewichten 20.03.2002
Raiffeisen Centrobank
Die Analysten der Raiffeisen Centrobank heben auf Grund des rechnerisch hohen Wertes der Aktie ihre Empfehlung für den österreichischen Maschinenbauer Andritz (WKN 632305) von "neutral" auf "übergewichten" an.
Andritz habe im abgelaufenen Jahr 2001 Rekordergebnisse erzielen und die Schätzungen der Analysten deutlich übertreffen können. Andritz habe 2001 den Umsatz um 40,8% auf den Rekordwert von EUR 1.318,7 Mio. erhöht, wobei Andritz Ahlstrom in den Vergleichszahlen 2000 nur für 6 Monate enthalten sei. Das rein organische Wachstum beziffere sich auf 18,7%. Im EBIT habe Andritz einen Zuwachs von 60,6% (organisch: + 56,5%) erreichen und damit die EBIT-Marge von 3,6% auf 4,1% steigern können.
Trotz widriger Konjunkturlage im 2. Halbjahr hätten damit die IPO-Schätzungen der Analysten (Umsatz: EUR 1.263,8 Mio.; EBIT: EUR 51,9 Mio.) spürbar übertroffen werden können. Als überwiegend spätzyklische Gruppe habe Andritz 2001 von der Abarbeitung des hohen Auftragsstandes profitiert und sei ganzjährig zu einem hohen Grade ausgelastet gewesen. Im 4. Quartal sei sogar der höchste Quartalsumsatz des Jahres 2001 erzielt worden. Hingegen habe der Auftragseingang spürbar unter der Konjunktureintrübung gelitten und sei mit EUR 1.121 Mio. um 9,5% unter dem Vorjahr gelegen. Nach sehr hohen Auftragseingängen im ersten Halbjahr (EUR 702 Mio.) habe sich ein drastischer Rückgang auf EUR 419 Mio. im 2. Halbjahr gezeigt.
Auf Grund der spätzyklischen Charakteristik werde Andritz daher erst im laufenden Jahr 2002 vom Konjunkturabschwung getroffen werden, wobei aufgrund der schlanken Kostenstruktur der Gewinn je Aktie nur leicht abnehmen sollte. Aufgrund des um 21% niedrigeren Auftragsstandes (per 31.12.2001) gehen die Analysten für 2002 von einem Umsatzrückgang um rund 6% auf EUR 1.241 Mio. aus. Die volle Entfaltung der Synergieeffekte aus Ahlstrom sowie kontinuierliches Kapazitätsmanagement sollten trotz Umsatzrückgangs zu einer leichten Steigerung der EBIT-Marge führen.
Im Finanzergebnis erwarten die Analysten einen leichten Rückgang, da 2001 Gewinne aus dem Verkauf von Wertpapieren von EUR 2,2 Mio. verbucht worden seien. Der Jahresgewinn werde nach Schätzung der Analysten mit EUR 33,5 Mio. auf dem Vorjahresniveau stagnieren. Da 2002 die volle Aktienanzahl von 13 Mio. Stück zur Berechnung des Gewinns je Aktie herangezogen werde, werde der Gewinn je Aktie von EUR 2,82 auf EUR 2,58 (bisher EUR 2,74) zurückgehen.
Entwicklungen der letzten Zeit gäben Anlass zur Hoffnung, dass sich die Aktie nun vom IPO-Preis (EUR 21) lösen könne. Neben der zunehmenden Liquidität der Aktie sollte langfristig insbesondere die Aussicht auf eine Erhöhung des Streubesitzes zu einer stärkeren Orientierung am fairen Wert (EUR 30,7) führen.
Die Analysten der Raiffeisen Centrobank empfehlen daher, Aktien von Andritz derzeit überzugewichten.
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