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Sony halten


06.04.2009
Raiffeisen Centrobank

Wien (aktiencheck.de AG) - Christian Hinterwallner, Analyst der Raiffeisen Centrobank, stuft die Sony-Aktie (ISIN JP3435000009 / WKN 853687) mit "halten" ein.

In der aktuell schwierigen wirtschaftlichen Situation versuche Sony durch Restrukturierungsmaßnahmen und durch die Inthronisierung eines neuen Management-Teams gegenzusteuern. In der Musik-Sparte habe der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 106,8% auf JPY 198,6 Mrd. gesteigert werden können. Dieses Ergebnis sei allerdings primär auf die Akquisition des 50%-Anteils an Sony BMG zurückzuführen.

Der Nettogewinn des japanischen Konzerns sei im dritten Geschäftsquartal (Okt. bis Dez.) gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 94,8% auf JPY 10,4 Mrd. eingebrochen. Mit einem Umsatz von JPY 2,15 Bio. sei Sony um 24,6% hinter dem Vergleichsquartal des Vorjahres zurückgeblieben. Neben den ungünstigen Wechselkursen seien die Umsatzrückgänge im Elektronik- (-29,3%), Spiele- (-32,2%), Bilder- (-21,8%) und Finanzdienstleistungssegment (-24,1%) die Ursache für den Umsatzeinbruch gewesen. Das Mobiltelefon-Joint-Venture Sony Ericsson habe im letzten Quartal einen Verlust von EUR 183 Mio. erwirtschaftet. Auch im Auftaktquartal 2009 sei mit einem hohen Verlust zu rechnen.


In der Spielesparte seien die Absatzzahlen bei den Konsolen trotz des Weihnachtsgeschäftes sowohl bei der PlayStation 2 als auch bei der PlayStation 3 zurückgegangen. Nur PS3-Spiele hätten mehr verkauft werden können. Für das Geschäftsjahr 2008 erwarte das Management statt einem Betriebsergebnis von JPY 200 Mrd. nun ein negatives Betriebsergebnis von JPY 260 Mrd.

Die aktuelle Situation von Sony sei als enttäuschend zu bezeichnen. Nahezu alle Säulen des Geschäftsmodells seien von der aktuellen Wirtschaftskrise schwer getroffen worden. Zusätzlich habe der deutlich aufwertende Yen belastet. Mit einer Stabilisierung der Weltwirtschaft im zweiten Halbjahr sollte diesbezüglich zwar Druck von der Aktie abfallen, dennoch gleiche das operative Geschäft des Elektronikgiganten weiter einer Großbaustelle. Durch Austausch des Managements und tief greifende Restrukturierung wolle Sony sich neu erfinden.

Die Analysten der Raiffeisen Centrobank bleiben vorerst skeptisch und raten die Aktie von Sony zu halten. (Analyse vom 06.04.2009) (06.04.2009/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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