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Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
| 43,82 € |
44,14 € |
-0,32 € |
-0,72 % |
24.04/17:35 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| AT0000606306 |
A0D9SU |
- € |
- € |
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Raiffeisen International akkumulieren 27.03.2009
Erste Bank
Wien (aktiencheck.de AG) - Der Analyst der Erste Bank, Günter Hohberger, stuft die Aktie von Raiffeisen International (ISIN AT0000606306 / WKN A0D9SU) weiterhin mit "akkumulieren" ein.
Mit der Vorlage des Geschäftsberichts 2008 habe Raiffeisen International die bereits publizierten, vorläufigen Zahlen bestätigt und eine unveränderte Dividende auf Vorjahresniveau von EUR 0,93 je Aktie in Aussicht gestellt, was derzeit einer Dividendenrendite von ca. 4% entspreche. Auf einen Gewinnausblick sei angesichts des schwierigen Umfelds verzichtet worden. Während der Jahresüberschuss im Gesamtjahr noch um 17% y/y habe gesteigert werden können, habe das vierte Quartal aber bereits 44% hinter dem Vorjahresquartal zurückgelegen.
Hauptgrund dafür sei die beinahe Vervierfachung der Risikovorsorgen im Schlussquartal gewesen, womit dem starken Anstieg der überfälligen Kredite auf 3,1% der Kundenkredite (vs. 2,4% in 3Q08) Rechnung getragen worden sei. Bis auf Zentraleuropa (+9% q/q) seien die überfälligen Kredite dabei in allen Regionen um über 30% q/q gestiegen. Zum Ausgleich für die hohen Risikovorsorgen sei Raiffeisen International im vierten Quartal gehörig auf die Kostenbremse gestiegen. Die operativen Kosten seien nur noch um 7% y/y nach über 25% in den Quartalen davor gestiegen.
Die zukunftsgerichteten Aussagen des Raiffeisen International-Managements seien erwartungsgemäß bescheiden gewesen. Während man bei den Krediten nur mehr von einem Nullwachstum ausgehe, solle der Fokus auf ein deutliches Einlagenwachstum gelegt werden, um die gestiegenen Refinanzierungskosten abzufedern. Ein zweiter Schwerpunkt sei die Kreditrestrukturierung (u. a. Laufzeitverlängerung), um Kreditausfälle so gering wie möglich zu halten.
Aus der Sicht der Analysten der Erste Bank werden die nächsten Quartale aber dennoch im Zeichen der weiter steigenden Risikovorsorgen stehen. Außerdem solle die Kapitalbasis von Raiffeisen International durch stimmrechtslose, nicht verwässernde Maßnahmen gestärkt werden, weil trotz eines Milliardengewinns das Eigenkapital aufgrund von Währungsdifferenzen um 1,6% y/y geschrumpft sei. Die Analysten würden aufgrund des zu erwartenden Nullwachstums bei den Krediten ihr Prognosemodell leicht nach unten anpassen, würden sich aber in ihrer vorsichtigen Einschätzung der Risikokosten bestätigt sehen.
Die Analysten der Erste Bank bleiben aufgrund der anhaltend niedrigen Bewertung von 0,6x Buchwert bei ihrer "akkumulieren"-Empfehlung für die von Raiffeisen International-Aktie mit einem 12-Monats-Kursziel von EUR 30,00, wollen aber nicht ausschließen, dass es aufgrund der weiterhin gedrückten Stimmung für Banktitel zu Schwächephasen bei der Aktie kommen kann. (Analyse vom 27.03.2009) (27.03.2009/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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