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214,57 $ 219,97 $ -5,40 $ -2,45 % 23.04/18:45
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
US4385161066 870153 -   $ -   $
 
 
 

Honeywell Marktposition solide


18.03.2002
iWatch

Die gesunde Bilanz und ein wohlsortiertes Geschäft versetzt Honeywell (WKN 870153) in eine solide Marktposition, berichten die Analysten von "iWatch".

Honiggut heisse Honeywell übersetzt und könne fast schon als Kosewort verwendet werden. Das Unternehmen hingegen habe seinen Aktionären in der jüngsten Vergangenheit mehr Sorgen gemacht, als dass es honigsüsse Erträge zugunsten der Anleger erwirtschaftet habe. Honeywell sei, vergleichbar mit General Electric, ein Gemischtwarenhändler. Hauptgebiete seien die Luftfahrtindustrie, Automatisierung und Steuerungstechnik, Performance Materialien und Stromversorgungssysteme. Somit sei Honeywell dem Bereich der zyklischen Aktien zuzuordnen, die anfällig für konjunkturelle Schwankungen seien. In den vergangenen Monaten sei Honeywell meist in die Negativ-Presse geraten da in einigen Produkten Asbest eingesetzt worden sei und nun Schadensersatzklagen auf Honeywell zukommen würden.

Für die Börse seien schlechte Nachrichten nicht so schlimm wie ungewisse Nachrichten. Bei der Asbestgeschichte sei noch nicht gewiss, was noch an Forderungen auf Honeywell zukomme. Diese Ungewissheit habe dem Kurs stark zugesetzt. Natürlich sei dieser Kurssturz einher mit dem konjunkturellen Abschwung der USA im vergangenen Jahr gegangen. Von Frühjahr bis Herbst 2001 habe sich der Kurs von 55 auf 22,5 USD halbiert. Die Erholung seither auf 40 USD sei der schrittweisen Klärung der Asbestfälle als auch dem konjunkturellen Aufschwung zuzuschreiben. Allerdings gebe es noch keinen uneingeschränkten Optimismus: Insbesondere die Luftfahrtindustrie sehe noch einige schwere Monate vor sich.

Im laufenden Jahr werde das Geschäft weiter zurückgehen, im nächsten Jahr werde sich das Niveau stabilisieren. Für einen der größten Geschäftsbereiche von Honeywell seien das keine rosigen Aussichten. Optimismus pur werde allerdings mit dem neuen CEO David Cote versprüht. Er komme aus der Branche und habe sich mit seinen gerade einmal 49 Jahren bereits einen Namen bei TRW und bei GE gemacht. Für 3,5 Mio. USD p.a. werde Cote den Konzern wieder auf Profit trimmen. Er sei bekannt für gute organisatorische Fähigkeiten und habe stets ein Auge auf den Cash-Flow des Unternehmens, das würden zumindest seine früheren Arbeitgeber behaupten.


Genau das sei es wohl, was Honeywell nun brauche. Der scheidende CEO Lawrence Bossidy habe auf seine alten Tage dem Konzern noch eine Umstrukturierung und Schlankheitskur verabreicht. Er habe sich von unprofitablen Bereichen getrennt und schwebende Rechtsstreitigkeiten in Höhe von 325 Mio. USD in die Bilanz eingebracht. Allianzen und Fusionen (Allied Signal) seien unter seinem Regime geprüft und aus verschiedenen Gründen ad acta gelegt worden. Der neue CEO Cote könne sich also darauf konzentrieren, das gut aufgestellte Unternehmen ordentlich profitabel zu machen. Ein Anziehen der Konjunktur werde diesen Prozess natürlich beschleunigen, mit 100 Mio. USD in Cash sei Honeywell jedoch nicht unter Zugzwang.

Der Umsatz sei im abgelaufenen Jahr um 5,5% auf 23,6 Mrd. USD zurückgefallen. Nach 2,05 USD Gewinn je Aktie im Rekordjahr 2000 hätten im abgelaufenen Jahr 13 Cents Verlust hingenommen werden müssen. An dem Verlust seien jedoch außerordentliche Abschreibungen maßgeblich beteiligt gewesen. Im laufenden Jahr solle das Unternehmen wieder schwarze Zahlen schreiben. Nach Ansicht der Analysten sollen es bereits wieder über 2 USD werden. Eine konjunkturelle Erholung vorausgesetzt, könnten im Jahr 2003 bereits wieder 2,68 USD je Aktie verdient werden. Damit ergebe sich ein KGV 03e von 15. Auch das KUV 03e liege mit 1,3 im konservativen Bereich. Im vergangenen September habe der Kursverlauf ein Gap zwischen 36 und 32 USD erzeugt. Dieses Gap sei in den vergangenen beiden Wochen geschlossen worden, der Kurs notiere nun wieder ordentlich darüber.

Aus charttechnischer Sicht sei nach den starken Kursanstiegen der letzten Wochen ein Rückfall auf 35 USD möglich. Hale diese Unterstützung, so könnten von dort aus neue Kursanstiege ins Auge gefasst werden. Ohne weitere schlechte Meldungen von der Asbest-Front sei davon auszugehen, dass die Marke 35 USD nicht nochmals unterschritten werde. Auf dem Niveau könnten also erste Positionen aufgebaut werden. Ein Stopp solle man bei 33 USD vorsehen.

Honeywell sei in erster Linie eine Spekulation auf starke Konjunkturdaten zur Jahresmitte. Komme die US-Konjunktur tatsächlich wieder so stark in Fahrt, wie dies die Konjunkturdaten der letzten Wochen glauben machen wollten, dann sei Honeywell gut positioniert, um davon als erstes Unternehmen zu profitieren. Der Umsatz könne dann schon im laufenden Jahr wieder ansteigen und die Ergebnisschätzungen seien eher als konservativ einzuschätzen. Durch das niedrige KGV schlage sich jede Verbesserung der Unternehmenssituation direkt im Kurs nieder. Mittelfristig könne auch das Luftfahrtsegment wieder mit steigenden Auftragseingängen rechnen.

Gesunde Bilanz und wohlsortiertes Geschäft versetze Honeywell in eine solide Marktposition. Risiko sei noch die Asbestgeschichte. Davon abgesehen könne Honeywell als langfristig gut aufgestelltes Unternehmen im Portfolio einen soliden Beitrag zur langfristigen Performance bringen, das auch einen ruhigen Schlaf beschere.

Der Kurs von Honeywell sollte nach Einschätzung der Analysten von "iWatch" mit den Wachstumsraten von 15% p.a. Schritt halten.




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