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Sulzer für Risikobewusste 18.03.2002
Doersam-Brief
Wie der Analyst Horst Fugger im "Doersam-Brief" berichtet eignet sich die Aktie der Sulzer AG (WKN 854367) für risikobewusste Anleger.
Das Unternehmen habe seine Probleme überwinden können. Die frühere Tochter Sulzer Medica habe fehlerhafte Hüft- und Kniegelenksimplantate produziert, was dazu geführt habe, dass sich allein in den USA ca. 4.000 Patienten einer erneuten Operation hätten unterziehen müssen. Somit sei es zu Schadensersatz- und Schmerzensgeldforderungen in dreistelliger Millionenhöhe gekommen. Daraufhin habe Sulzer Medica versucht, mit den betroffenen Patienten einen Vergleich zu schließen, um Einzelklagen zu vermeiden. Zwar sei Sulzer als ehemalige Muttergesellschaft von den Problemen seiner rechtlich längst selbständigen Tochter zwar nicht direkt betroffen gewesen, habe aber trotzdem darunter zu leiden gehabt.
Zwischen September 2000 und dem Spätherbst 2001 habe die Sulzer-Aktie etwa drei Viertel ihres Kurswerts verloren. Solche Situationen würden das Interesse antizyklisch denkender Anleger wecken, denn das operative Geschäft bei dem Maschinenbauer habe sich zufriedenstellend entwickelt.
Wer am Tiefpunkt bei 131 Euro eingestiegen sei, habe mittlerweile gut lachen, denn die Aktie habe bis auf 240 Euro zulegen können. Zudem habe sich Sulzer am Vergleich der ehem. Tochter beteiligt und bringe 50 Mio. Dollar sowie die 480.000 noch bei der Mutter verbliebenen Sulzer Medica-Aktien mit ein. Des weiteren sei ein bilateraler Vertrag geschlossen worden, der Sulzer von sämtlichen, evtl. außerhalb des Vergleichs noch anfallenden Schadensersatzforderungen freistelle.
Nun könne sich Sulzer wieder auf das operative Geschäft konzentrieren. Der Konzern verdiene sein Geld in den vier Kernsparten Pumpen, Beschichtungstechnologie, Chemische Verfahrenstechnik und Turbinenservice. Hier trage der Pumpen-Bereich fast die Hälfte zum für 2002 geschätzten Umsatz von 1,3 Mrd. Euro bei. Dem Analyst zufolge dürfte Sulzer überproportionale von dem Konjunkturaufschwung in den USA und Europa profitieren, der sich abzuzeichnen beginne. Das Schweizer Unternehmen wolle den Bruttogewinn bis zum Jahr 2004 auf 184 Mio. Euro steigern, was gegenüber dem Ergebnis 2001 einer Verdreifachung entspreche.
Der Titel habe seit dem Tiefstand vom November 2001 zwar um ca. 70% zugelegt, stehe jedoch noch immer weit unter den Höchstkursen des Jahres 2000. Zahlreiche Anleger hielten sich noch zurück, da sie den Abschluss des Vergleichsverfahrens am 6. Mai abwarten wollen. Spätestens dann dürfte der Weg nach oben frei sein.
Wie der Analysten Horst Fugger im "Doersam-Brief" berichtet, spricht für risikobewusste Anleger nichts dagegen, schon jetzt eine kleine Position der Sulzer-Aktien ins Depot aufzunehmen und mit einem Stopp bei 195 Euro abzusichern.
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