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Merck & Co. ein Kauf 11.03.2009
Raiffeisen Centrobank
Wien (aktiencheck.de AG) - Für die Analystin der Raiffeisen Centrobank, Christine Nowak, ist die Merck & Co.-Aktie (ISIN US5893311077 / WKN 851719) ein Kauf.
Der US-Konzern sei weltweit die Nummer Eins bei Impfstoffen und erforsche, entwickle und vertreibe entweder selbst oder mittels Joint-Ventures auch Medikamente gegen Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen. 2004 habe der Konzern sein umsatzstärkstes Schmerz-Medikament Vioxx vom Markt nehmen müssen.
Der Kauf von Schering Plough (SGP) in Höhe von USD 41 Mrd. solle - sofern Johnson & Johnson (J&J) nicht ein Gegenangebot mache - im vierten Quartal abgeschlossen sein. Der neue Konzern solle dann als Merck firmieren.
Folgende Gründe würden für den Zusammenschluss genannt: Erstens verschaffe sich Merck & Co. durch diesen Schritt Zutritt zur Forschungspipeline von SGP vor allem auf Arzneien in Testphase III (z. B. TRA, ein geringungshemmendes Medikament, das 2011/12 zugelassen werden soll); Merck & Co. habe zuletzt einige Rückschläge verkraften müssen. Die Anzahl der darin befindlichen Wirkstoffe erhöhe sich damit auf 18, wovon SGP allein für fünf Medikamente bis 2013 die Zulassung erhalten sollte. Zweitens gelinge somit eine breitere Diversifizierung, da SGP auch in anderen Sparten wie Tierpharma und Consumer Health verstärkt tätig sei. Drittens gelinge so eine bessere Positionierung im internationalen Geschäft, da rund 70% der Umsätze von SGP außerhalb Amerikas erlöst würden. Viertens erfolge damit eine Absicherung der Gewinnentwicklung, da SGP weniger von Patentausläufen betroffen sei als Merck & Co. und dadurch als Gewinngarant gesehen werde. Merck & Co. garantiere nach wie vor eine hohe Dividendenrendite (über sieben Prozent).
Unklar sei allerdings die weitere Vorgehensweise hinsichtlich Remicade (Entzündungshemmer mit einem Umsatz von USD 2 Mrd.), einem Medikament das SGP und J&J gemeinsam vermarkten würden. Allerdings besage eine Vereinbarung, dass im Falle einer Transaktion von SGP, die internationalen Verkaufsrechte von Remicade und einem Nachfolgeprodukt ohne Entschädigung an J&J zurückgehen würden.
Die Zusammenarbeit zwischen Merck & Co. und Schering Plough sollte kein Problem darstellen, schließlich würden sie seit Jahren die Cholesterinsenker Zetia und Vyotorin in Kooperation fertigen. Da bei Merck & Co. einige Blockbuster (z. B. Singulair) ein klares Ablaufdatum hätten, sollten die neuen Präparate von SGP helfen, die Durststrecke in den nächsten Jahren zu beenden. Kurzfristig würden die Analysten aufgrund der bestehenden Unklarheiten noch mit einer volatilen Kursbewegung rechnen.
Auf Jahressicht sehen die Analysten der Raiffeisen Centrobank dann allerdings günstige Einstiegsniveaus und geben daher eine "Kauf"-Einschätzung für die Merck & Co.Aktie ab. (Analyse vom 11.03.2009) (11.03.2009/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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