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UniCredit "strong buy"


10.03.2009
SEB

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der Analyst der SEB, Manfred Jakob, stuft die UniCredit-Aktie (ISIN IT0000064854 / WKN 850832) mit "strong buy" ein.

Die am 12.11.2008 publizierten Q3-Daten seien operativ noch gut ausgefallen, aber die Finanzkrise hinterlasse tiefe Spuren: Das Commercial Banking habe bei den Einnahmen um 9% zugelegt. Dabei seien die Einnahmen in der Division CEE (Ost- und Mitteleuropa) überproportional (+26%) gestiegen. Im inländischen Retail habe die Wachstumsrate bei 2,8% gelegen. Die Finanzkrise habe beim Vorsteuergewinn mit 1,3 Mrd. Euro zu Buche geschlagen. Durch die Anwendung der gelockerten Bilanzierungsregeln seien Wertberichtigungen von 856 Mio. Euro vermieden worden. Der Vorsteuergewinn habe bei 1,116 Mrd. Euro (-46,7%) gelegen. Netto sei der Gewinn um 54% auf 551 Mio. Euro zurückgegangen.

Am 25.02.2009 habe die italienische Regierung den italienischen Banken Hilfe angeboten: Danach sei die Regierung bereit, bis zu 12 Mrd. Euro von Bond-Emissionen zu zeichnen ("Tremonti-Bonds"). UniCredit und Intesa Sanpaolo würden noch überlegen, während Mediobanca dies bereits am 04. März abgelehnt habe. Am 23.02.2009 sei die Kapitalerhöhung abgeschlossen worden: So seien 972 Mio. neue Stücke zu 3,083 Euroje Aktie ausgegeben worden. Damit seien der UniCredit 2,997 Mrd. Euro zugeflossen. Die Zahlen für das Schlussquartal 2008 würden mit Hochspannung erwartet, denn die Rezession treffe das Unternehmen wohl stärker als erwartet. So preise der Markt ein "Worst Case" ein.


Q3 2008 habe noch eine gute operative Performance gebracht, vor allem bei Commercial Banking. CEE habe erneut überproportional zugelegt. Sogar das inländische Retailgeschäft habe sich behaupten können, gleichwohl in Italien eine deutliche Wachstumsabschwächung zu konstatieren sei. Die bekannt hohe Kostenkontrolle und Effizienz sowie die Stärkung der Kapitalbasis stünden derzeit im Vordergrund. Zudem werde der Bereich MIB (Markets & Investmentbanking) umstrukturiert. Des Weiteren seien die Engagements in Polen möglicherweise nicht so stark gefährdet wie befürchtet werde.

Dagegen könnten die Q4 2008-Daten Enttäuschungen bringen. Die Prognosen für Q4 bzw. 2008 seien mit hoher Unsicherheit behaftet; sie würden weit auseinander gehen. Die durchschnittliche Erwartung für den 2008er Gewinn liege bei 3,7 Mrd. Euro (-42%). Der CEO selbst habe zuletzt geglaubt (per 21.02.2009), das Ziel von 4,0 Mrd. Euro nahezu noch erreichen zu können. Die UniCredit habe in jedem Fall ein Vertrauensproblem (der Aktienkurs nehme bereits ein Worst Case-Szenario vorweg): Die UniCredit habe die Stärke der Krise unterschätzt und zu lange mit hohen Wertberichtigungen gewartet. So sei auch die Aufstockung des Eigenkapitals nur sehr zögerlich gelungen. Auch gebe es eine starke Gewinnverwässerung. Ferner dürfte die Rezession die Gewinne stärker als lange erwartet belasten, v.a. in Osteuropa (Verschlechterung der Kreditqualität, Währungsverluste, etc.). Zudem würden höhere Risikokosten, Reorganisationskosten (MIB) und weitere Abschreibungen auf "normale" Assets drohen.

Infolge der anhaltenden Marktturbulenzen und den vielen Unwägbarkeiten wegen den Auswirkungen der Rezession im Osteuropa würden die Analysten erneut die Gewinnprognosen revidieren.

Die Analysten der SEB senken ihr Kursziel von 2,00 auf 1,10 Euro und bewerten die UniCredit-Aktie mit "strong buy". (Analyse vom 10.03.2009)
(10.03.2009/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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