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Intercell kaufen


06.03.2009
Erste Bank

Wien (aktiencheck.de AG) - Die Analystin der Erste Bank, Vladimira Urbankova, empfiehlt die Intercell-Aktie (ISIN AT0000612601 / WKN A0D8HW) weiterhin zu kaufen.

Zu Beginn der Woche habe das österreichische Biotech-Unternehmen die vorläufigen Zahlen für das Jahr 2008 veröffentlicht. Mit einem Nettogewinn von EUR 17,2 Mio. habe Intercell die prognostizierte Profitabilität erreicht. Hauptverantwortlich dafür sei das positive Steuerergebnis gewesen (EUR 24,6 Mio. aus Aktivierung von latenten Steueransprüchen von Verlustvorträgen). Angetrieben durch Zahlungen aus strategischen Partnerschaften (vor allem Novartis) seien Intercell's Umsatzerlöse um 4,5% auf EUR 55,8 Mio. im Gesamtjahr 2008 gestiegen.

Die F&E-Aufwendungen hätten sich auf EUR 56,1 Mio. belaufen. Der Zuwachs von 38,6% sei hauptsächlich auf die Akquisition von Iomai zurückzuführen. Das operative Ergebnis sei in den roten Zahlen geblieben, ein Verlust von EUR 13,8 Mio. sei für 2008 ausgewiesen worden. Die Cash-Position habe am Jahresende 2008 EUR 190,9 Mio. betragen. Basierend auf der Markteinführung des ersten Produkts von Intercell, dem Impfstoff zur Vorbeugung gegen Japanische Enzephalitis, und Zahlungen aus Produkt- and Technologiepartnerschaften, werde für 2009 ein deutlicher Zuwachs in den Umsatzerlösen und weiterhin ein Nettogewinn erwartet.


Intercell habe am Freitag (6. März) bekannt gegeben, dass der bisherige CFO, Werner Lanthaler, bei dem in Frankfurt börsenotierten Biotech-Unternehmen Evotec den Posten des CEO übernehmen werde und dass Reinhard Kandera, der bisherige CFO der US-Tochter, Intercell USA (ehemals Iomai), zu Intercell's CFO ernannt worden sei.

Die präsentierten Umsatzzahlen hätten im Wesentlichen im Rahmen der Analystenerwartungen (EUR 54,8 Mio.) gelegen. Das operative Ergebnis habe leicht unter ihrer Schätzung gelegen (die Analysten hätten einen EBIT-Verlust von EUR 11,6 Mio. prognostiziert), während der Nettogewinn ihr Ziel von EUR 9,7 Mio. klar übertroffen habe.

Aufgrund der erwarteten Markteinführung des Japanische Enzephalitis Impfstoffs und vieler weiterer Impfstoffe in der Entwicklungspipeline (vor allem der S. aureus Impfstoff in Kooperation mit Merck & Co. und das Impfpflaster zur Vorbeugung von Reisedurchfall) gehe man von einem weiterhin anhaltenden positiven Newsflow aus. Obwohl man den Abgang von W. Lanthaler, einen überaus charismatischen CFO, der auch von Investoren sehr geschätzt worden sei, als negativ für Intercell erachte, würden die positiven Aussichten der Impfstoffe davon unberührt bleiben.

Zusammenfassend sehen die Analysten der Erste Bank die aktuellen Kursrückgänge als exzellente Einstiegsgelegenheit und bestätigen ihre Kaufempfehlung für die Intercell-Aktie. Das Kursziel sehe man bei EUR 39,50. (Analyse vom 06.03.2009) (06.03.2009/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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