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Ahold kaufen 02.03.2009
National-Bank AG
Essen (aktiencheck.de AG) - Andrea Lötte, Analystin der National-Bank AG stuft die Aktie von Ahold (ISIN NL0000331817 / WKN 851287) unverändert mit dem Rating "kaufen" ein.
Der niederländische Lebensmittelhändler habe dank eines starken Schlussquartals besser als erwartete Ergebnisse für 2008 vorgelegt. In Q4 habe Ahold erstmalig seit mehreren Quartalen von positiven Wechselkurseffekten profitieren können. Zudem hätten Preissenkungen, Marktanteilsgewinne sowie die im Rahmen des "Value Improvement Program" verbesserte Position der US-Töchter Umsatz- und Ergebnisentwicklung angekurbelt. Die Erlöse seien um 12,9% (währungsbereinigt 5,9%) auf 6,6 Mrd. EUR geklettert. Das bereinigte EBIT habe um 49,0% auf 365 Mio. EUR zugelegt, der Gewinn sei um 8,8% auf 285 Mio. EUR gestiegen. Die viel beachtete EBIT-Marge im Kerngeschäft (ohne Corporate-Center-Kosten) habe von 4,9% im Vorjahreszeitraum auf beachtliche 5,9% verbessert werden können.
Auf Gesamtjahresebene hätten die Niederländer eine mit 5,0% im Rahmen der Prognosebandbreite (4,8% bis 5,3%) liegende EBIT-Marge erwirtschaftet. Das Umsatzplus von 3,3% (währungsbereinigt 6,9%) summiere sich für das gesamte Jahr auf 25,7 Mrd. EUR. Das EBIT habe gegenüber dem Vorjahr um 12,2% auf 1,20 Mrd. EUR zugelegt. Unter dem Strich habe Ahold einen Gewinn von 1,08 Mrd. EUR, nach 2,95 Mrd. EUR erzielt. Bedingt durch Veräußerungen habe der Konzern im Vorjahr außerordentliche Erträge von 2,0 Mrd. EUR verbuchen können, so dass sich auf bereinigter Ebene eine Verbesserung von 14,2% ergebe.
Die rückläufige Entwicklung des operativen Cashflow sei auf höhere Investitionen vor allem für die Repositionierung der US-Handelsformate sowie auf höhere Steuern zurückzuführen. Per Ende Dezember 2008 habe Ahold über ein Liquiditätspolster von 2,86 Mrd. EUR verfügt. Dem stünden (laut Bloomberg) bis einschließlich 2011 fällige Anleihen und Kreditlinien von 3,03 Mrd. EUR gegenüber. Angesichts des stetigen Free Cashflow (2008: 1,27 Mrd. EUR) dürfte der Konzern nach Erachten der Analysten keine Probleme haben, die Verbindlichkeiten zu tilgen bzw. neue Kreditfazilitäten zu vereinbaren. Insgesamt sei die finanzielle Situation des Konzerns als solide einzustufen.
Die präsentierten Ergebnisse würden die Widerstandskraft des Ahold-Geschäftsmodells gegenüber dem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld untermauern. Im Vergleich zu den wichtigsten Wettbewerbern weise der Titel auf Basis der Konsensschätzungen für das laufende und das nächste Jahr ein KGV sowie EV/Umsatzmultiplikatoren im Einklang mit dem Branchendurchschnitt auf, wohingegen die Bewertung in punkto EV/EBITDA-Multiplikatoren eher moderat erscheine.
Dank der geringen Abhängigkeit vom Non-Food-Geschäft, der Fokussierung auf günstigere Eigenmarken sowie der bereits implementierten Restrukturierungen dürfte der Konzern die konjunkturellen Risiken besser als das Gros der Konkurrenten meistern. Vor diesem Hintergrund sowie angesichts der historisch niedrigen Bewertung und des guten Abschneidens im Rahmen ihres Scoring-Modells würden die Analysten einen leichten Aufschlag für gerechtfertigt halten und dem Titel ein KGV von 14,0 auf Basis der Schätzungen für 2009 zubilligen. In den aktuellen Markterwartungen für das laufende Jahr sei ein Rückgang der EBIT-Marge im Kerngeschäft auf 4,5% zugrunde gelegt, so dass das Enttäuschungspotenzial begrenzt erscheine.
Die Analysten der National-Bank AG bewerten die Ahold-Aktie weiterhin mit "kaufen". Das Kursziel sehe man bei 11 EUR. Der Stopp-Loss-Kurs sollte bei 7,50 EUR platziert werden. (Analyse vom 02.03.2009) (02.03.2009/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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