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voestalpine Schätzungen in Überarbeitung


27.02.2009
Erste Bank

Wien (aktiencheck.de AG) - Franz Hörl, Analyst der Erste Bank, überarbeitet seine Schätzungen und sein Kursziel für die Aktie von voestalpine (ISIN AT0000937503 / WKN 897200).

Die voestalpine-Zahlen zum dritten Quartal 2008/09 seien etwas besser ausgefallen, als in der Gewinnwarnung Anfang Februar angekündigt, insbesondere da das dritte Quartal bereits mit EUR 110 Mio. außerordentlichen Aufwendungen aus der Abschreibung von Vorräten belastet gewesen sei. In den ersten neun Monaten sei der Umsatz um 23% auf EUR 9.280 Mio., das EBITDA um 11% auf EUR 1.510 Mio. und das EBIT (nach EUR 176 Mio. Aufwendungen aus der Böhler Kaufpreisallokation) um 13% auf EUR 982 Mio. gestiegen. Aufgrund höherer Finanzaufwendungen sei das Nettoergebnis nach Minderheiten um 8% auf EUR 544 Mio. gefallen.


Nach einem starken ersten Halbjahr seien die Umsätze im dritten Quartal auf Vorjahreshöhe geblieben und das EBIT sei 23% auf EUR 196 Mio. gesunken, da sich die Nachfragesituation seit Oktober 2008 progressiv verschlechtert habe. Die positive Ausnahme hätten die Bereiche Eisenbahninfrastruktur und Energie gebildet. Das Unternehmen habe bestätigt, dass das vierte Quartal in Summe noch deutlich schlechter erwartet werde als das dritte. Für das Gesamtjahr erwarte voestalpine nun rund EUR 1,7 Mrd. EBITDA und EUR 1,0 Mrd. EBIT. Neben der schlechten Nachfrage und signifikantem Preisdruck bei fast allen Produktgruppen würden vorerst noch hohe Rohstoffpreise auf die Margen drücken.

In Reaktion auf das geringere Geschäftsvolumen habe voestalpine im vierten Quartal deutlich weniger Rohstoffe gekauft. Insgesamt werde im vierten Quartal EUR 350 bis 400 Mio. positiver Cashflow aus dem Working Capital erwartet. Die erwartete Auslastung von rund 70% in der Stahl Division für die nächsten Quartale liege höher als bei den meisten Konkurrenten, da sich etwa die Grobblechproduktion weiterhin durch eine konstant hohe Auslastung auszeichne (ausgebucht bis zum Sommer). Das Unternehmen erwarte auch in einem anhaltend schwierigen Marktumfeld positive operative Ergebnisse im nächsten Wirtschaftsjahr, wenngleich deutlich unterhalb des laufenden Jahres.

Die Schätzungen und das Kursziel der Analysten der Erste Bank für die voestalpine-Aktie befinden sich in Überarbeitung und werden sicherlich niedriger als zuletzt ausfallen. Nichtsdestotrotz würden die Analysten erwarten, dass voestalpine den drastischen Abschwung besser überstehen sollte als die meisten Konkurrenten, und seien für die Aktie vorsichtig positiv gestimmt. (Analyse vom 27.02.2009) (27.02.2009/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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