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Prudential halten 27.02.2002
Stadtsparkasse Köln
Für das Researchteam der Stadtsparkasse Köln ist die Aktie der Prudential plc (WKN 852069) lediglich ein Marketperformer.
Prudential sei der zweitgrößte Lebensversicherer in Großbritannien und gehöre zu den weltweit größten Finanzdienstleistern. Die Hauptgeschäftsbereiche umfassen Lebensversicherungen und Pensionen, Lebens- und Sach-Rückversicherungen sowie Investmentmanagement. Die wichtigsten regionalen Märkte für Prudential seien Großbritannien, USA und Asien.
Prudential habe in 2001 den operativen Gewinn von 1 Mrd. GBP im Vorjahr auf 1,2 Mrd. GBP gesteigert. Unter Berücksichtigung von kurzfristigen Änderungen der Anlageerträge ergebe sich allerdings ein Verlust vor Steuern von 455 Mio. GBP. Die gesamten Versicherungs- und Anlageverkäufe haben sich um 54% auf einen Rekordstand von 21,5 Mrd. GBP erhöht. Die ausländischen Aktivitäten habe mit 736 Mio. GBP einen höheren Beitrag als die britischen Aktivitäten zum Ergebnis beigesteuert. Das verwaltete Vermögen sei von 165 Mio. GBP im Vorjahr auf 163 Mio. GBP gesunken.
Der Konzern habe sich für den Heimatmarkt Großbritannien ein Restrukturierungs-Programm verordnet. Es sei erklärtes Ziel, im Volumengeschäft zukünftig selektiver vorzugehen, um sich verstärkt auf margenstärkere Produkte, wie Pensionsprodukte und steuerfreie Anlagen zu konzentrieren. In den Wachstumssegmenten rechne Prudential ab Ende 2003 mit einem jährlichen Zuwachs, der den Markt um etwa 50% übersteige. Gleichzeitig solle der Außendienstvertrieb für Retail-Kunden vollständig abgeschafft und die Kunden verstärkt über die Vertriebswege Telefon und Internet betreut werden. Im Rahmen der Restrukturierung in GB werden 2.100 der insgesamt 8.400 Stellen gestrichen. Die Restrukturierung werde bis Ende 2003 eine Belastung von 170 Mio. GBP nach sich ziehen, ab Ende 2004 rechne das Unternehmen mit einer Bruttoersparnis von jährlich 175 Mio. GBP.
Prudential habe sein Sachversicherungsgeschäft mit Privatkunden an die zur CS Group gehörende Winterthur Versicherung verkauft. Die Transaktion dürfte für Prudential einen Wert von insgesamt 810 Mio. GBP generieren. Neben der Bar-Komponente von 353 Mio. GBP erhalte Prudential weitere 457 Mio. GBP aus einem Gewinnteilungsvertrag sowie aus erwarteten zusätzlichen operativen Einnahmen. Durch den Verkauf erhalte Prudential Finanzierungsmittel, die für eine größere Akquisition in den USA eingesetzt werden könnten.
Das Unternehmen besitze einen 81%igen Anteil an der börsennotierten Direktbank "Egg", die in 2000 noch erwartungsgemäß einen Anlaufverlust von 155 Mio. GBP habe hinnehmen müssen. Egg beschäftige 1.700 Vollzeitarbeitskräfte und verfüge über 1,35 Mio. Kunden. Die Gewinnschwelle werde voraussichtlich im vierten Quartal 2001 erreicht. Neben Sparkonten, Krediten und Versicherungen werde die Produktpalette künftig auch Girokonten umfassen. Egg solle über die Bildung von Joint Ventures europaweit expandieren.
Nach der gescheiterten Fusion mit der US Amerikanischen "American General Group" bleibe das Augenmerk weiter auf Partnersuche. Die Kriegskasse sei nach einer Entschädigung für den geplatzten Deal mit AmGen sowie dem Verkauf der Sachversicherungssparte in Großbritannien wieder gut gefüllt. Auch im asiatisch-pazifischen Raum plane das Unternehmen weitere Expansion, doch solle hier organisches Wachstum im Vordergrund stehen. Prudential sei in elf Ländern Asiens präsent.
Prudential befinde sich in ihrem Kernmarkt Großbritannien in einem Restrukturierungsprozess, dessen Erfolg sich erst mittelfristig bemerkbar machen dürfte. Für eine gewisse Unsicherheit sorge zudem die Suche nach einem Akquisitionsobjekt in den USA.
Die Wertpapieranalysten der Stadtsparkasse Köln behalten ihre Marketperformer-Einschätzung für Prudential bei.
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